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American Apparel wehrt sich gegen Model-Vorwürfe

Von GRAZIA am Freitag, 7. Mai 2010 um 10:36 Uhr

American Apparel wehrt sich gegen die Vorwürfe, das Label würde nicht wie angegeben "reale" Kundinnen in den Anzeigen ablichten, sondern professionelle Models.

Man kann den American Apparel Gründer Dov Charney mögen, oder nicht - aber fehlenden Geschäftssinn kann man ihm beim besten Willen nicht vorwerfen. Einer seiner genialsten Schachzüge war es, für die Werbekampagnen ausschließlich Kundinnen und Angestellte zu casten, anstelle von professionellen Models.

Diese Marketinstrategie hat dem Label in den vergangen Jahren zu unglaublicher Popularität verholfen. Außerdem konnte sich die Marke als "Instant Sexyfier" etablieren: Immerhin sehen die "normalen" Kundinnen in den Klamotten so toll aus, dass man sie direkt für Anzeigen ablichten kann - so die Message. Auf Make-Up-Artisten, Stylisten und Airbrushing wird verzichtet.

Doch jetzt droht dem angeblich so ehrlichen Label Ärger: Die Internet-Seite www.Jezebel.com berichtet, dass "einige der Frauen in den American Apparel Anzeigen definitiv Models sind. Professionelle Models. Bei Agenturen unter Vertrag."

Diese Anschuldigungen will das Label nicht auf sich sitzen lassen. In einem Statement von American Apparel Director Iris Alonzo heißt es, dass "95% der Menschen in den Anzeigen noch nie professionell fotografiert wurden und etwa 50% der Amateur-Models im Unternehmen arbeiten."

Wir starten einen Selbstversuch und schlüpfen gleich in diesen String-Badeanzug. Und wehe, wenn wir nicht genau so gut aussehen, wie die Dame in der Anzeige!