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Angela Merkel: Will sie Geimpften diese Sonderrechte geben?

Von Jenny am Donnerstag, 4. Februar 2021 um 11:08 Uhr

Sonderrechte für Geimpfte sind schon längst in der Diskussion und sogar konkrete Pläne existieren. Nun gab auch der Deutsche Ethikrat seine Empfehlung ab.

Derzeit befinden wir uns in einem strikten Lockdown, um die Corona-Pandemie einzudämmen und die schlimmsten Auswirkungen, die auch die neuen Mutationen haben könnten, zu mindern. Um das Virus und seine Folgen allerdings im Gesamten zu bekämpfen, wird vor allem auf die Impfung der Bevölkerung gesetzt. Aufgrund mangelndem Impfstoffes kann aber derzeit nur priorisierten Gruppen, die besonders gefährdet sind, schwer zu erkranken, das Mittel injiziert werden. Bis Ende des Sommers versprach Angela Merkel, solle aber jedem, der möchte, ein Impfangebot gemacht werden. Dass eine Verweigerung des Angebotes einer Impfung dann schließlich Folgen hätte, erklärte die Bundeskanzlerin im Interview mit der ARD: "Dann muss man vielleicht schon solche Unterschiede machen und sagen, wer das nicht möchte, kann auch bestimmte Dinge nicht machen." Dass bei einer solchen Regelung allerdings auch entscheide, ob eine geimpfte Person noch andere infizieren könnte, merkte sie ebenfalls an und war dabei noch nicht über die Nachricht informiert, dass das Impfmittel des Konzerns AstraZeneca laut einer britischen Studie eine Übertragung bereits nach der ersten Injektion um 67 Prozent verringert, welche erst am folgenden Tag bekannt wurde. Welche Sonderrechte sich aber für Geimpfte ergeben könnten und teilweise sogar schon in Planung sind, haben wir herausgefunden.

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Diese Sonderrechte könnten Geimpfte erhalten

Eine Welt, in der eine Impfung darüber entscheidet, woran man teilhaben kann, ist nicht allzu weit hergeholt, betrachtet man die aktuellen Geschehnisse, die der Corona-Pandemie zugrunde liegen. So sagte der Vorstandsvorsitzende des Konzertveranstalters CTS Eventim Klaus-Peter Schulenberg gegenüber der Wirtschaftswoche: "Wenn es genug Impfstoff gibt und jeder sich impfen lassen kann, dann sollten privatwirtschaftliche Veranstalter auch die Möglichkeit haben, eine Impfung zur Zugangsvoraussetzung für Veranstaltungen zu machen." Vorbereitet sei der Online-Konzerthandel darauf bereits: "Wir haben unsere Systeme so eingerichtet, dass sie auch Impfausweise lesen können." Bezüglich des Themas der Reisen wies der Geschäftsführer des Tourismusverbandes, Norbert Kunz, gegenüber der BILD-Zeitung darauf hin: "Für Geimpfte, wenn sie andere nicht mehr anstecken können, müssen die Grundrechte wieder gelten. Das hat nichts mit Privilegien zu tun. Es ist nicht nachvollziehbar, die Grundrechte dann noch einzuschränken." Eine wichtige Grundlage für die Entscheidung über solche Sonderrechte ist allerdings die Ansicht des Deutschen Ethikrates. Dieser sprach sich am heutigen Donnerstag gegen die Lockerung bestehender Einschränkungen für Geimpfte aus, da nicht sicher sei, ob geimpfte Personen weiterhin Überträger des Virus seien.

© Getty Images

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