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Aufgehobene Impfpriorisierung: Warnung vor Problemen

Von Marvena.Ratsch am Montag, 7. Juni 2021 um 11:17 Uhr

Seit dem heutigen Montag ist die Impfpriorisierung bundesweit aufgehoben, sodass sich jeder – unabhängig ob Risikogruppe oder nicht – einen Pieks gegen Corona verabreichen lassen kann. Allerdings warnen Experten davor, dass es einige Probleme geben könnte...

Nach über einem Jahr mit dem Coronavirus, welches unseren Alltag auf den Kopf gestellt hat, ist aktuell endlich ein Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. Der Inzidenzwert sinkt täglich, sodass bereits die Außengastro, der Einzelhandel und Museen unter bestimmten Vorkehrungen besucht werden können, und auch die Impfkampagne hat nach anfänglichen Schwierigkeiten im Januar, Februar und März richtig Fahrt aufgenommen. Ein weiterer Meilenstein in dieser Hinsicht ist der heutige Montag, denn die Impfpriorisierung ist ab sofort bundesweit aufgehoben, sodass sich eigentlich jeder das lang ersehnte Vakzine gegen das Virus verabreichen lassen könnte. Eigentlich… Denn Experten erwarten in den kommenden Tagen und Wochen zahlreiche Probleme, die unweigerlich auch Frust mit sich bringen könnten.

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Probleme – trotz aufgehobener Impfpriorisierung

Es ist offiziell: Alle Menschen ab 16 Jahren (mit Biontech ab 12 Jahren) können sich ab diesen Montag gegen Corona impfen lassen. Was anfangs so vielversprechend klang, könnte sich nun als große Enttäuschung entpuppen. Denn trotz der aufgehobenen Priorisierung und der Hoffnung, sich schnellstens vor Covid-19 schützen zu können, werden die meisten von uns noch ein wenig Geduld aufbringen müssen, da für diese große Nachfrage einfach nicht genug Impfstoff vorhanden ist und dieser erst für die Personen mit einer benötigten Zweitimpfung eingesetzt wird. Das bestätigte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, gegenüber der Rheinischen Post: "Enttäuschung und Frust sind dabei vorprogrammiert, da nicht sofort ausreichend Corona-Impfstoff zur Verfügung steht". Dabei wird er auch konkreter und führt aus: "Frust und Enttäuschung werden sich noch verschärfen, da bis Mitte Juni 2021 – eventuell sogar bis Ende Juni – zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen keine Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren zur Verfügung stehen werden." Kurz gesagt: Trotz der aufgehobenen Priorisierung kann es also noch ein Weilchen dauern, bis jeder Freiwillige seinen ersten Pieks bekommt.

©istock/Antonio_Diaz 

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