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Aus für AstraZeneca und Johnson & Johnson: Nimmt Lockdown kein Ende?

Von Julika am Mittwoch, 14. April 2021 um 11:45 Uhr

Nach mehreren Debakeln rund um die Impfstoffe der Pharmakonzernen AstraZeneca und Johnson & Johnson soll die EU-Kommission nun die Verträge mit den Herstellern kündigen wollen. Diese Auswirkungen hätte dies auf den Lockdown...

Ab April sollte sich eigentlich alles bessern: zugeschnittene Impfstoffe, große Mengen an Vakzinlieferungen und ausreichende Coronatests. Doch entgegen der Lösung aller Probleme gegen das Coronavirus startete der Monat mit vernichteten Impfdosen und nicht sinken wollenden Inzidenzen. Statt einem hohen Impftempo und einem schnellen Weg raus aus dem Lockdown heißt es nun: Weg mit dem Impfstoff! Die EU-Kommission hat laut Berichten der italienischen Zietung "La Stampa" und der Nachrichtenagentur Reuters dazu entschieden, die Lieferverträge mit den in Verruf geratenen Pharmakonzernen AstraZeneca und Johnson & Johnson nicht zu verlängern. Bis Ende des Jahres halten diese noch an, danach wolle man flächendeckend auf die mRNA-Technologie setzen und demnach ab 2022 Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna verabreichen. Das Problem: Es ist davon auszugehen, dass dieses eindeutige Signal gegen AstraZeneca und Johnson & Johnson die Impfbereitschaft in Deutschland weiter senken wird. Wird der Lockdown also vorerst kein Ende finden?

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Das würde das Impfstoff-Aus der Vakzine bedeuten

Dass die Europäische Union bei künftigen Bestellungen auf die neuartige mRNA-Technologie setzten möchte, bestätigten Kommissionskreise am heutigen Mittwoch in Brüssel. Dennoch wird betont, dass dies nicht bedeuten müsse, dass Hersteller wie AstraZeneca und Johnson & Johnson bereits aus dem Rennen seien. Stattdessen sei es zu früh, nun schon über Entwicklungen der nächsten Monate und Jahre zu entscheiden. Ein eindeutiges "Ja" zu den Vakzinen aus den USA ist es aber nicht. Seit der Zulassung der Corona-Impfstoffe lautet das Credo der Regierung "ohne eine geimpfte Gesellschaft, wird sich an dem Ausmaß der Pandemie nichts ändern". Unter diesen Gesichtspunkten dürfte ein Dauerlockdown nun fast zu erwarten sein. Schon jetzt zögern viele Bundesbürger, die zu der Verimpfung des AstraZeneca-Vakzin zugelassen sind. Das offenkundige Misstrauen der EU gegen den Stoff sowie die auslaufenden Vorräte werden den Impfprozess in Deutschland also kaum voranbringen. Doch erst ab 2022 könnten Johnson & Johnson, die bislang noch nicht einmal nach Deutschland geliefert haben, und AstraZeneca vom europäischen Markt verschwinden. Bis dahin erwarte die Kommission laut Reuters eine Klärung vom US-amerikanischen Hersteller Johnson & Johnson bezüglich der angekündigten Lieferausfälle. Ob dieses Vakzin zumindest vor einem nicht enden wollenden Lockdown in diesem Jahr bewahren kann, ist jedoch noch fraglich.

©Getty Images

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