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Berlinale-Interview mit Lena Meyer-Landrut

Von Susan am Montag, 16. Februar 2015 um 15:52 Uhr
Bevor Lena Meyer-Landrut über den Berlinale Red Carpet lief, haben wir sie im Berliner Stue Hotel getroffen und mit ihr über die perfekte Roter-Teppich-Pose und Beauty-Favorites gesprochen. Warum Lena dabei die ganze Zeit Ingwertee getrunken hat?

Wir treffen Lena Meyer-Landrut (23) im stylischen Berliner Stue Hotel. Es ist 12:40 Uhr. Noch hat sie ein paar Stunden um sich bis zum großen Red Carpet Auftritt zu regenerieren, denn sie plagt eine dicke, fette Erkältung.

Während unseres Interviews schlürft sie Ingwertee, ihr Hund Kiwi (er ist immer dabei wenn die Termine und Auftritte mit der Bahn zu erreichen sind) liegt zu ihren Füßen und döst seelenruhig vor sich hin. Doch Lena ist Vollprofi, trägt trotz Schnupfen, Husten, Heiserkeit nur einen cremefarbenen Sommermantel, darunter ein kurzes bordeauxfarbendes Kleidchen und nackte Beine. Respekt!

Wie geht es dir denn?

Wir haben uns gerade schon kaputtgelacht. Denn letztes Jahr zur Berlinale war ich so krank, dass ich nicht aufstehen konnte, dieses Jahr bin ich zum Glück noch dazu in der Lage. Aber ist halt so. Egal, Augen zu und durch.

Wann hast du dir den Look für deinen Red-Carpet Auftritt überlegt?

Gerade eben erst. Gestern abend habe ich mich für ein weißes, langes Kleid von H&M aus der Studiokollektion entschieden, es ist so toll, mit langem schwarzen Manel darüber. Dazu wollte ich etwas cool-klassisch-modernes. Darum habe ich mir jetzt vorgenommen Cat-eyes zu tragen, so ganz ganz dunkle Augen mit einer nudefarbenen Lippe dazu.

Bist du denn generell oft in Berlin?

Ja, und zwar so oft, dass ich schon gedacht habe, ich müsste hierher ziehen. Aber ich liebe Köln und bin so gerne da und habe mir da auch meinen Freundeskreis aufgebaut.

Was ist denn ein absolutes MUST für dich wenn du in Berlin bist?

Wenn ich in shoppinglaune bin gehe ich zu All Saints. Berlin ist die einzige deutsche Stadt, in der es einen Laden gibt. Und das Soho House! Da fühle ich mich wie Zuhause. Wenn ich da ein Avocadobrot esse, geht's mir gleich gut.

Wann hast du denn das erste Mal Make-up benutzt?

Total früh. Wahrscheinlich so früh, dass jede Mutter die Hände über den Kopf zusammenschlägt und „Neeeeeein!“ ruft.

Wie kam das denn?

Meine Patentante ist Kosmetikerin. Und Patentanten findet man ja generell cool. Ich hab' darum immer bei ihr abgehangen. Und habe da alles mitbekommen. Also sehr sehr früh. Aber das war natürlich alles noch sehr in Richtung Alberei. Ich hatte auch ganz früh Ohrringe. Ich fand das alles toll. Und mit etwa 13 habe ich dann angefangen darüber nachzudenken auch mal mit Mascara in die Schule zu gehen.

Gibt es ein Teil, dass dir sofort Sicherheit gibt?

Klamottenmäßig bin ich gerade im Umbruch, da gibt mir gerade nichts zu 100 Prozent Sicherheit. Ich probiere momentan total viele Sachen aus und habe das Gefühl, dass ich gerade dabei bin mich zu finden. Ich habe auch Bock Sachen auszuprobieren. Aber wenn ich Zuhause bin, fühle ich mich immer wohl und sicher in ner Jogginghose (lacht).

Die würdest du aber nie zu Auftritten tragen, oder?

Nee. Ich mag es ja mich zurechtzumachen, habe da Spass dran und finde das total gut. Ansonsten ist Schwarz immer eine super Lösung für mich. Schwarzer Pulli, schwarze Hose, Boots, Doc Martens, Lederjacke, fertig.

Und gibt es Beautyprodukte die dir Sicherheit geben?

Ja, auf jeden Fall. Denn klar hat man Tage, an denen man morgens in den Spiegel schaut und denkt: Oje! Skin Perfection von L'Oréal ist dann meine Rettung. Und Mascara. Aber das reicht mir dann auch für so einen normalen Tag. Bei nem Auftritt darf man natürlich noch Make-up mäßig etwas zulegen.

Was machst du gegen Aufregung vor Auftritten?

Nichts. Es überstehen. Es durchstehen. Es gehört auch einfach dazu ein wenig nervös zu sein. Ich finde das auch gar nicht schlimm. Es gibt ja auch allen Grund für Aufregung. Du stehst da und siehst 30 Fotografen, die deinen Namen schreien. Aber gestolpert oder so bin ich zum Glück noch nie.

Hast Du eine spezielle Red Carpet Pose?

Naja, ich gucke schon, dass ich nicht wie ein Sack Kartoffeln dastehe. Versuche aufrecht zu stehen und die Beine zu überkreuzen - das sieht immer ganz nett aus, denke ich. Und irgendwie nett gucken. Ich bin jetzt nicht so der Modeltyp, der rumpost (macht ein lustiges Gesicht mit gespitzen Lippen um das zu demonstrieren), das ist nicht so mein Ding. Mir gefällt's natürlich besser.

Als Gesicht von L'Oréal bist Du ja Make-up-Insider, gibst du deiner Mutter auch mal Tipps?

Nee, das braucht sie gar nicht. Meine Mutter ist gut drauf und weiß was abgeht. Und hat auch ein gutes Gespür für Farben. Ich frage sie eher manchmal wie sie Sachen findet.

Gibt es denn was wofür ihr euch beide begeistern könnt?

Wir sind beide Fans von schwarzen Klamotten. Und ansonsten haben wir beide gerade so einen Tick mit braunem Lippenstift. Ich weiß nicht warum, aber da stehen wir voll drauf.

Interview: Kristin Suhr

Bild (Outfit): Getty Images

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