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Brücken-Lockdown: Knallharte Maßnahmen im April?

Von Jenny am Dienstag, 6. April 2021 um 09:20 Uhr

Das Infektionsgeschehen in Deutschland ist weiterhin stark angespannt. Nun schlug der CDU-Parteichef Armin Laschet einen Brücken-Lockdown vor, welcher harte Maßnahmen bedeuten würde.

Deutschland befindet sich derzeit inmitten der dritten Corona-Welle. So ließ sich in den vergangenen Wochen ein starker Anstieg der Fallzahlen beobachten und die bundesweite 7-Tage-Inzidenz stieg rasch an. Bei den sinkenden Zahlen über die Ostertage sieht das Robert-Koch-Institut außerdem keinen Zusammenhang mit einer Verbesserung der Situation, sondern führt diese vielmehr auf weniger Corona-Tests zurück sowie Behörden, die weniger Daten an den Feiertagen übermittelten. Jetzt zu handeln und schärfere Maßnahmen einzuführen, dahingehend werden immer mehr Stimmen laut. So äußerte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet während eines Besuches im Impfzentrum den Gedanken eines Brücken-Lockdowns. Was dieser für harte Maßnahmen bedeuten würde, klären wir nun auf.

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Diese harten Maßnahmen würde der Brücken-Lockdown bedeuten

Nachdem der Ministerpräsident Armin Laschet zuletzt Kritik seitens der Kanzlerin einstecken musste, kehrt der CDU-Chef nun von seinem Kurs kontrollierter Öffnungsschritte ab und plädiert für einen harten Lockdown-Kurs. In einem Impfzentrum der Städteregion Aachen erklärte der Politiker seinen Brücken-Lockdown, welcher "bis hin zu dem Zeitpunkt, an dem viele Menschen geimpft sind" gelten könnte. Wie die ARD-Tagesschau am Ostermontag berichtete, würde ein solcher Lockdown strikte Maßnahmen mit sich bringen. Unter anderem müssten private Kontakte noch stärker eingeschränkt werden und erst unter einem Inzidenzwert von 35 dürften sich zwei Haushalte mit maximal fünf Personen treffen – zum Vergleich, die heutige 7-Tage-Inzidenz wurde vom RKI mit 128 vermeldet. Zudem würden im Brücken-Lockdown Ausgangssperren implizieren, vermehrt auf Homeoffice gesetzt und in Kitas und Schulen sich auf das Notwendige konzentriert werden. Lockerungen für den Einzelhandel, die Gastronomie oder Kulturbranche sieht der Vorschlag nicht vor. Um seinen Plan umsetzen zu können, warb der CDU-Chef außerdem für einen vorgezogenen Bund-Länder-Gipfel, welcher bislang noch für den 12. April vorgesehen ist. Allerdings übten schon jetzt andere Politiker und Experten Kritik an Laschets Vorschlag und so fasste der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung, Clemens Fuest, diesen in den Tagesthemen mit den Worten zusammen: "Das Ganze wirkt wirklich planlos." Über weitere Entwicklungen halten wir euch auf dem Laufenden!

© Getty Images

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