Hot Stories

Carrie und Mr. Big: Warum Tinder das Liebesaus bedeutet hätte

Von julia.mattyhse am Freitag, 7. Juli 2017 um 10:15 Uhr

Carrie und Mr. Big sind bis heute das Traumpaar Nummer eins für uns, doch wie wäre ihre Geschichte ausgegangen, wenn sie sich heutzutage kennengelernt hätten?

Sechs Staffeln lang haben wir mit Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda gelacht, geweint und gelitten. Die vier Mädels haben uns einfach aus der Seele gesprochen, vor allem wenn es um Männer ging. Auch, wenn wir alle unsere Sex and the City Girls geliebt haben, war Carrie doch immer unser heimlicher Liebling, denn wir alle haben uns eine herzzerreißende und romantische Liebesgeschichte wie die zwischen ihr und Mr. Big gewünscht. Bis heute sind die beiden für uns die einzigen, die es wirklich verdient haben mit #Couplegoals betitelt zu werden. Doch Candace Buschnell, die Autorin und Produzentin unserer Lieblingsserie, verriet jetzt in einem Interview, wieso die beiden heutzutage wohl niemals zusammen gekommen wären… 

Tinder hätte alles kaputt gemacht

 

Ein Beitrag geteilt von Dalia (@dalia_vullo_) am

In einer Zeit, in der wir innerhalb weniger Minuten oder mit nur einem Wisch nach rechts einen neuen Partner haben können, ist eine Lovestory à la Carrie und Mr. Big kaum vorstellbar. Wir erinnern uns noch wie die beiden fast jeden Abend miteinander telefonierten, er sie bei ihrer Hochzeit stehen ließ (da haben wir ihn für einen kurzen Moment wirklich gehasst), sie ihm verzieh und er ihr später dann ganz Cinderella-like den Designerschuh anzog und wir fast dahin geschmolzen wären. Doch das klingt alles fast zu märchenhaft um wahr zu sein, findet auch Sex and the City Autorin Candace Bushnell. "Ich glaube, im echten Leben wären Carrie und Big nicht zusammengekommen. Aber die Sendung ist ab einem gewissen Punkt so groß geworden. Den Zuschauern lag die Geschichte von Carrie und Big so sehr am Herzen, dass es auf einmal fast so wurde, wie bei Mr. Darcy und Elizabeth Bennett."

Auch wenn sie damit unser kleines Luftschloss platzen lässt und unsere letzte Hoffnung auf Romantik zerstört, müssen wir ihr, wenn auch widerwillig, Recht geben. Doch aufgepasst Ladies, sie verriet auch, woran es liegen könnte, dass wir unseren Mr. Big noch nicht gefunden haben. "Wenn ich mit Frauen in den frühen Zwanzigern spreche, sagen manche ‚Wie ist ein echtes Date?‘ Vor zwanzig Jahren musstest du auf Dates gehen. Aber Tinder hat uns eine sehr harte Realität vor Augen geführt. Ich denke, dass junge Menschen sich als Rohstoffe der Dating-Welt sehen. Und ich muss gestehen, dass uns sowas vor zwanzig Jahren niemals in den Sinn gekommen wäre, sich selbst auf seinem Profil attraktiver zu machen, diese ganze Idee der Selbstvermarktung."

Wie recht Candace Buschnell doch hat. Vielleicht sollten wir unser Handy zukünftig öfter mal aus der Hand legen und uns im wahren Leben umschauen, denn die große Liebe gab es noch nie auf Knopfdruck oder per Wisch. 

MerkenMerken

MerkenMerken