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Corona aktuell: Inzidenzzahlen sind nicht mehr der wichtigste Messwert

Von Julika am Mittwoch, 1. September 2021 um 11:05 Uhr

Corona-Maßnahmen sollen künftig nicht mehr nur von der Inzidenz abhängen. Maßgebender Messwert soll von nun eine andere Rate sein...

Die Inzidenzen steigen immer weiter an, dennoch nimmt das gesellschaftliche Leben in Deutschland dank der Impfungen wieder an Fahrt auf: Obwohl die Pandemie aktuell im Griff zu sein scheint, sind viele Deutsche von dieser Diskrepanz irritiert. Aus diesem Grund kündigte CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bereits vergangene Woche Neuregelungen an. Jetzt ist es so weit und in der Pandemiepolitik werden neue Weichen gestellt: Anstatt der wohlbekannten Inzidenz soll nun eine andere Rate Einzug in der Beurteilung des Pandemiegeschehens finden. Das Bundeskabinett hat am vergangenen Dienstag offiziell beschlossen, die Inzidenzzahlen nicht mehr als wichtigsten Messwert zu nutzen. Welche Faktoren künftig einen großen Stellenwert haben werden und den Menschen in Deutschland die Möglichkeit geben, die Verbreitung des Coronavirus einzuschätzen, liest du jetzt.

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Hospitalisierung: Der neue Messwert des Infektionsgeschehens

Stattdessen soll die sogenannte Hospitalisierungsrate künftig das entscheidende Kriterium für weitere Schutzmaßnahmen sein. Diese gibt an, wie viele Corona-Infizierte pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen stationär in Krankenhäusern zur Behandlung aufgenommen werden. "Je weniger Menschen wegen Covid im Krankenhaus behandelt werden müssen, desto mehr Freiheit ist möglich", erklärte Spahn den neuen Fokus gegenüber den Funke-Zeitungen wie etwa die Zeit berichtet. "An diesem Leitsatz sollen die Länder künftig ihre Pandemiepolitik ausrichten. Bei hoher Impfquote wird die Inzidenz nicht überflüssig, aber sie verliert an Aussagekraft", so die Devise. Zur Beurteilung der Lage sei die Rate der Einweisungen in Kliniken viel aussagekräftiger. Anhand der Hospitalisierungen sehe man, ob die Pandemie trotz hoher Impfquote noch gefährlich werden könnte, begründet der Minister den neusten Entschluss des Bundeskabinettes. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierten bei 1,75, die der Infizierten bei 75,7. 

©sudok1/iStock

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