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Corona-Impfstoff: Falsche Hoffnung

Von Jenny am Montag, 14. Juni 2021 um 10:56 Uhr

Am vergangenen Wochenende verkündeten die G7-Staaten, eine Milliarde Impfdosen an ärmere Länder spenden zu wollen. Laut Kritikern eine Menge, die falsche Hoffnungen weckt.

Seit rund eineinhalb Jahren beschäftigt die Corona-Pandemie die gesamte Welt. Der Ausweg aus der Krise: die Impfstoffe. Langsam, aber sicher zeichnet sich endlich ein Erfolg in der Impfkampagne in Deutschland ab und rund 48,1 Prozent der Bevölkerung erhielten laut Robert Koch-Institut mindestens eine Impfdosis. Blickt man schließlich auf die gesamte Welt, wird schnelle eine Ungleichverteilung der Impfstoffe deutlich. Wie t-online.de berichtet, wurden nämlich drei Viertel der 2,2 Milliarden Dosen, die man bereits verabreichte, in zehn Ländern verimpft. Während dies die wohlhabenden Länder betrifft, haben ärmere Nationen Schwierigkeiten, Impfstoff zu erlangen. Auf dem vergangenen G7-Gipfel sollte nun mit einer Spende von einer Milliarde Impfdosen gegen das Coronavirus von führenden Industriestaaten für ärmere Länder ein Zeichen gesetzt werden. Kritiker mahnen aber schon jetzt, dass die großzügig klingende Menge nicht ausreichen werde.

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Spende von einer Milliarde Dosen weckt falsche Hoffnungen

Bereits bevor sich die G7-Staaten im britischen Cornwall trafen, hatte US-Präsident Joe Biden ankündigt, dass die USA rund 500 Millionen Impfdosen ärmeren Nationen in der Welt spenden wolle. Nach dem Gipfel verkündeten die Länder nun einen gemeinsamen Plan, welcher vorsieht, dass rund eine Milliarden Dosen an ärmere Nationen verteilt werden sollen. Dabei begrüßte die Weltgesundheitsorganisation die Aktion und bezeichnete den Schritt als "sehr ermutigend", wie der Deutschlandfunk berichtete. Jedoch glaube die WHO, dass mindestens elf Milliarden Impfdosen nötig seien, um 80 Prozent der Bevölkerung zu impfen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres ist derselben Ansicht und wies auf die falschen Hoffnungen hin, welche vom Angebot der G7-Staaten ausgehe: "Eine Milliarde ist sehr willkommen. Aber offensichtlich benötigen wir mehr als das." 

© Getty Images

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