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Corona-Krise: Zunehmende Gefahr für Kinder und Jugendliche

Von Lena.Everling am Sonntag, 18. April 2021 um 11:26 Uhr

Bisher ging man davon aus, dass Kinder und Jugendliche weitgehend unbeschadet eine Corona-Infektion überstehen. Doch nun sind neue Erkenntnisse aufgetreten…

Viele Menschen, die mit Corona infiziert waren, leiden noch Monate später unter den Symptomen wie schnellere Erschöpfung, Atembeschwerden oder eingeschränktere Leistungsfähigkeit. Diese Long-Covid-Folgen betreffen allerdings nicht nur alte oder vorerkrankte Menschen, sondern auch immer mehr Kinder und Jugendliche. Diese haben in der Regel nicht so schwere Krankheitsverläufe nach einer Corona-Infektion wie Erwachsene, allerdings leiden sie immer häufiger an unterschiedlichen Folgeerkrankungen. Chefärztin Jördis Frommhold von der auf Long-Covid-Erkrankungen spezialisierten Median-Klinik in Heiligendamm berichtet von einer zunehmenden Zahl von Hilferufen besorgter Eltern. Die Patienten werden immer jünger, es werden zunehmend 20- bis 30-Jährige stationär aufgenommen, im letzten Monat sogar zwei 18-Jährige. Jugendliche ab 14 Jahren werden bereits erwartet – es trifft zunehmend Jüngere.

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Kinder und Jugendliche leiden besonders stark unter den Spätfolgen

Durch die Virusvariante B.1.1.7 erkranken zunehmend jüngere Menschen und leiden an den Spätfolgen. Dabei können auch schwache Symptome sehr problematisch werden, beispielsweise, wenn auf die Konzentrationsprobleme bei Schülern schlechte Schulleistungen einhergehen und dies wiederum einen negativen Einfluss auf die Wahl des Studiums oder den Beruf hat. Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor dem Irrglauben, dass Kinder und Jugendliche bei einer Corona-Infektion nur mit grippeähnlichen Symptomen zu kämpfen haben: "Auch bei ihnen kann es eine Multi-Organ-Erkrankung werden." Die gefürchtete Entzündung der kleinen Gefäße könnte auftreten. Die Firmen Biontech und Pfizer hatten Ende März berichtet, dass sie mit Studien zur Wirkung und Sicherheit ihres Corona-Impfstoffs bei Kindern bis elf Jahren begonnen hatten. Das aktuelle Vakzin ist für Jugendliche ab 16 Jahren bedingt zugelassen, die Studien für die Altersgruppen zwölf bis 16 sind im Gange und jetzt werden auch Kinder ab sechs Monaten mit einbezogen.

© Foto von Kelly Sikkema von Unsplash

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