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Corona: Verhindern die Schutzmasken einen schweren Verlauf?

Von Lena.Everling am Samstag, 20. Februar 2021 um 11:10 Uhr

Dass die Schutzmasken die Verbreitung des Coronavirus reduzieren, wissen wir bereits. Doch US-amerikanische Forscher haben jetzt herausgefunden, dass Masken sogar Corona-Symptome abschwächen können…

Das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken gehört seit einiger Zeit zu unserem Alltag, im Einzelhandel, öffentlichen Verkehrsmitteln und Co. und werden uns wohl noch eine Weile begleiten. Zudem wurden die Regeln verschärft und erlaubt sind seitdem nur noch medizinische Masken wie OP- und FFP2-Masken. Schließlich sind sie eine einfache und wirksame Möglichkeit, sich selbst und seine Mitmenschen vor dem Virus zu schützen. Doch insbesondere in den Wintermonaten scheint sich das Tragen gleich doppelt zu lohnen. Denn wie Forscher des National Institutes of Health jetzt im Fachjournal "Biophysical Journal" veröffentlichten, reduziert das Tragen einer Maske nicht nur die Verbreitung der Cornonaviren, sondern soll im Falle einer Infektion auch durch die unter der Maske erzeugten Feuchtigkeit, dazu beitragen, dass Corona-Symptome abgeschwächt werden. Denn ein Mund-Nasen-Schutz erhöht die Luftfeuchtigkeit, die der Maskenträger einatmet, erheblich. Dies wiederum führt zu einer stärkeren Befeuchtung der Atemwege, was der Bekämpfung von Krankheitserregern zugutekommt und im Fall von Corona sogar einen schweren Verlauf verhindern kann: "Wir wissen bereits, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit die Schwere der Grippe mildert, und sie könnte durch einen ähnlichen Mechanismus auch den Schweregrad von Covid-19 beeinflussen",  sagt Dr. Adriaan Bax vom Nationalen Gesundheitsinstitut in Bethesda, Maryland. 

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Wie lassen sich die positiven Effekte erklären?

Eine hohe Luftfeuchtigkeit kann den Forschern zufolge der Lunge auf verschiedene Weise helfen. Zum einen begrenzt eine hohe Luftfeuchtigkeit die Ausbreitung eines Virus in der Lunge, weil sie das Herausbefördern von schädlichen Partikeln durch Schleim erleichtert. Zum anderen wird die Produktion bestimmter Botenstoffe zur Virusbekämpfung, den Interferonen, durch die hohe Luftfeuchtigkeit gefördert, die das Immunsystem stärken. Laut den Forschern könnte dies ein Grund sein, warum Menschen bei kaltem Wetter mit trockener Luft eher an Atemwegsinfektionen erkranken. "Wir haben festgestellt, dass Atemschutzmasken die Luftfeuchtigkeit in der eingeatmeten Luft stark erhöhen und schlagen vor, dass die daraus resultierende Hydratation der Atemwege dafür verantwortlich sein könnte, dass es einen Zusammenhang zwischen dem abgeschwächten Krankheitsverlauf und dem Tragen einer Maske gibt", sagte Studienleiter Adriaan Bax in einer Pressemitteilung. Wichtig sei aber, dass die Maske nicht komplett durchgefeuchtet ist. Wenn die getragene Maske komplett nass ist, sollte sie unbedingt ausgewechselt werden. Denn bei feuchten Masken lässt die Schutzwirkung gegen Tröpfchen und Aerosole nach. OP-Masken können nur einmal verwendet werden und sollten dann im Restmüll entsorgt werden, während FFP2-Masken bei richtiger Handhabung wiederverwendet werden können.

© Foto von Anna Shvets von Pexels

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