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Corona-Pandemie: Erneuter AstraZeneca-Stopp

Von Jenny am Dienstag, 30. März 2021 um 15:19 Uhr

Die Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca wurden in Berlin und München erneut gestoppt. Auslöser seien laut Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci neue Erkenntnisse über aufgetretene Hirnvenenthrombosen.

Die Impfungen in Berlin und München mit dem Vakzin von AstraZeneca sind mit sofortiger Wirkung für unter 60-Jährige gestoppt worden. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci erklärte zunächst, dass neue Erkenntnisse über aufgetretene Hirnvenenthrombosen der Grund dafür seien. Sie erwähnte allerdings auch, dass es sich um eine "Vorsichtsmaßnahme" handle. Laut der SPD-Politikerin wolle man auf eine erneute Empfehlung der Ständigen Impfkommission warten sowie die Einschätzung des Paul-Ehrlich-Instituts hören, bevor der Wirkstoff wieder Anwendung findet. Am Mittag hatte bereits das Berliner Charité Impfungen von weiblichen Mitarbeiterinnen unter 55 ausgesetzt. "Dieser Schritt ist aus Sicht der Charité notwendig, da in der Zwischenzeit weitere Hirnvenenthrombosen bei Frauen in Deutschland bekannt geworden sind", erklärte die Leiterin der Klinik, Manuela Zingl, wie der tagesspiegel berichtete.

Neue Thrombose-Fälle werden bekannt

In Deutschland sind bislang 31 Verdachtsfälle einer Sinusvenenthrombose nach der Impfung mit dem Wirkstoff von AstraZeneca bekannt, wie tagesschau.de vermeldete . Das Paul-Ehrlich-Institut bestätigte unter den Betroffenen neun Todesfälle. Davon waren sieben weiblich und zwei männlich. Die Personen sind allesamt zwischen 20 und 63 Jahre alt.

AstraZeneca nur noch für über 60-Jährige

Wie die Augsburger Allgemeine Zeitung unter Berufung auf einen Beschlussentwurf berichtet, will die Ständige Impfkomission den Wirkstoff von AstraZeneca nur noch für Männer und Frauen über 60 Jahre empfehlen. "Ihr Einsatz unterhalb dieser Altersgrenze bleibt indes nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoakzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung möglich", zitiert die Zeitung aus dem Entwurf. Am Abend beraten Bund und Länder über ein weiteres Vorgehen mit dem Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers. 

© Foto von Karolina Grabowska von Pexels

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