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Corona-Schock: Droht jetzt der Hammer-Lockdown?

Von Lena.Everling am Samstag, 3. April 2021 um 09:16 Uhr

Auch wenn wir allmählich an unsere Grenzen in der Corona-Pandemie stoßen, ist noch lange kein Ende in Sicht. Jetzt ist sogar die Rede von einem knallharten Lockdown…

Auch wenn die Corona-Pandemie an unseren Kräften zerrt, müssen wir uns noch eine ganze Weile gedulden und uns auf weitere harte Einschränkungen gefasst machen, wie der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, nun mitteilte. Er fordert wegen der steigenden Corona-Zahlen einen harten Lockdown und hält diesen für unausweichlich. So teilte er dem "Spiegel" mit, dass gegen die aggressivere Variante des Virus ein Teil-Lockdown nicht greife, was Berlin und Paris gezeigt haben. Dort seien die Inzidenzen sowie die Zahl schwerer und oft auch tödlicher Krankheitsverläufe weiter gestiegen. Laut Drosten könne dies in deutschen Großstädten verhindert werden, wenn die Politik richtig handle sowie möglichst viele Menschen Unterstützung zeigen. Auch die Virologin Melanie Brinkmann vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum warnte, wenn alles so weiterlaufe wie bisher, werde jeder in seinem ganz direkten Umfeld Menschen kennen, die im Krankenhaus waren, gestorben sind und unter Langzeitschäden leiden.

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Drosten und andere Virologen fordern harten Lockdown

Dass nicht früher auf die Warnungen der Wissenschaft reagiert worden sei, mache sie wütend, kritisierte sie gegenüber dem "Spiegel". "Wir könnten jetzt schon bei Zehner-Inzidenzen sein, wenn die Politiker bei der Bund-Länder-Konferenz im Januar ernst genommen hätten, was wir ihnen gesagt haben", beklagte die Virologin. Dass die Ministerpräsidenten stattdessen lockerten, mache sie fassungslos. "Innerhalb von vier Wochen kriegen wir die Zahlen massiv runter, wenn die Menschen kaum Kontakte haben. Je stärker alle auf die Bremse treten, desto kürzer währt der Lockdown." Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, Christian Karagiannidis, forderte ebenfalls einen sofortigen drastischen Lockdown. Er berichtete gegenüber dem "Spiegel", dass die Lage in Paris so schlimm sei, dass es inzwischen so viele Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen gebe, dass Personal eingesetzt werden müsse, welches gar nicht dafür ausgebildet sei. Der normale OP-Betrieb sei größtenteils eingestellt. Die sehr ansteckende Corona-Variante B.1.1.7 hat inzwischen einen Anteil von 88 Prozent in Deutschland erreicht, wie das RKI jetzt mitteilte. Die Verbreitung der Variante sei besorgniserregend, weil sie nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender ist und vermutlich schwerere Krankheitsverläufe verursacht als andere Varianten. Ob und wann die Regierung einen knallharten Lockdown durchgreift, bleibt abzuwarten.

© Getty Images

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