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Corona vierte Welle: Was erwartet uns im Herbst 2021?

Von Jenny am Donnerstag, 16. September 2021 um 14:53 Uhr

Laut des Robert Koch-Instituts (RKI) hat die vierte Welle bereits begonnen. Was uns im Herbst 2021 deshalb erwartet, haben wir genauer betrachtet.

Ein zweiter Herbst steht uns in der Corona-Pandemie bevor, die uns bereits seit eineinhalb Jahren immer wieder einschränkt. Erinnern wir uns zurück an die vergangene kalte Jahreszeit, dann kommen uns geschlossene Restaurants, Schulen und Geschäfte in den Sinn und ein deutlich beschränkter Alltag bestimmt von einem Lockdown. Um einen solchen in diesem Jahr zu verhindern, plädieren Politiker wie Angela Merkel und der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erneut dafür, sich mit einem Vakzin impfen zu lassen. Denn schon im August warnte das Robert Koch-Institut vor einer vierten Welle, welche nach Einschätzungen der Experten bereits begonnen habe. Derweilen stagnieren die Fallzahlen jedoch und teilweise ist das Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie in Deutschland sogar rückläufig. Aber was bedeutet das für den Herbst 2021? Ist die vierte Welle etwa bereits gebrochen? Wir klären auf.

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Vierte Corona-Welle: Das erwartet uns im Herbst

Nachdem das Infektionsgeschehen im August zunahm, stagnieren derzeit die Fallzahlen und sind sogar rückläufig. So sank die vom RKI ausgegebene Inzidenz von 77,9 am Mittwoch auf 76,3 am heutigen Donnerstag und setzt damit den zuletzt vermerkten rückläufigen Trend fort. Die Fragen, ob die vierte Welle nun also bereits ihr Ende findet, könnte man sich somit stellen. Der Epidemiologie Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut warnt jedoch schon jetzt: "Von einem Ausbremsen der vierten Welle zu sprechen, ist sicher zu früh." Auch der Experte für Corona-Prognosen Thorsten Lehr ist ähnlicher Meinung. Die rückläufigen Fallzahlen führe er vielmehr auf die weniger werdenden Reiserückkehr und somit weniger eingeschleppte Infektionen zurück. Nichtsdestotrotz appelliert auch er: "Bei der aktuellen Impfsituation und den gelockerten Kontaktbeschränkungen ist ein ähnlicher Anstieg Ende September, Anfang Oktober wieder erwartbar". Dabei erinnert der Fachmann an die bisherige Erfahrung in der Pandemie: "Dieses Verhalten der Inzidenzkurve haben wir fast auf den Tag genau im letzten Jahr beobachten können", und schließt einen erneuten Anstieg gegenüber der Deutschen Presse-Agentur nicht aus. Ebenso auch Viola Priesemann, Leiterin einer Forschungsgruppe am Göttinger Max-Planck-Institut, die wie ntv.de berichtete, erklärte: "Wir haben auch in Deutschland noch das Potenzial, dass die Zahlen im Herbst wieder deutlich hochgehen. Und zwar so hoch, dass auch die Krankenhäuser wieder sehr belastet werden können." Das Problem sei laut der Physikerin, dass in vielen Altersgruppen noch deutlich mehr als 10 Prozent ungeimpft seien. Wie sich die Corona-Lage weiterentwickelt, bleibt also abzuwarten. 

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