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Coronavirus: Ungeimpften droht Lohnausfall in Quarantäne

Von Jenny am Freitag, 10. September 2021 um 08:37 Uhr

Nachdem alle Bürger in Deutschland ein Impfangebot erhielten, werden immer mehr Beschränkungen für Ungeimpfte sichtbar. Nun könnte Impfverweigern der Ausfall von Lohnzahlungen drohen, wenn sie sich in Quarantäne begeben müssen.

Das Versprechen der Bundesregierung, jedem in Deutschland bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot machen zu können, hat sich längst erfüllt und somit jeder die Möglichkeit bekommen, sich und andere mit einem Vakzin gegen Covid-19 zu schützen. Nichtsdestotrotz liegt die Impfquote der vollständig Geimpften hierzulande nach Angaben des Robert Koch-Instituts lediglich bei 61,7 Prozent. Gerade in Hinblick auf den bevorstehenden Herbst und Winter rufen Politiker wie Gesundheitsminister Jens Spahn dazu auf, sich den Impfstoff verabreichen zu lassen, denn Experten wie der Intensivmediziner und Divi-Präsidiumsmitglied Stefan Kluge sind schon jetzt in Sorge. "Die Situation ist jetzt gut beherrschbar, aber wir bereiten uns auf eine größere vierte Welle vor", erklärte der Mediziner in Weimar. Aber nicht nur die Gefahr einer Ansteckung mit schwerem Verlauf ist für Ungeimpfte größer, auch werden immer mehr Nachteile deutlich, mit denen diese Gruppe rechnen muss. Neben dem 2G-Modell, welches Ungeimpfte in bestimmten Bereichen ausschließt und den Schnelltests, die ab Oktober kostenpflichtig werden, steht nun das Ende von Lohnfortzahlungen in Falle einer Quarantäne im Raum.

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Ungeimpfte müssen mit Lohnausfall in Quarantäne rechnen

Wie zdf.de berichtet, gibt es bereits in mehreren Bundesländern Pläne, dass Ungeimpften, die sich infolge behördlicher Anweisung in Quarantäne begeben müssen, die Lohnfortzahlung entfallen. Wie diese Entscheidung begründet wird? Bayerns Gesundheitsminister Klaus Koletscheck erklärte der "Süddeutschen Zeitung", dass derjenige, der sich nicht impfen lasse, obwohl keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprächen, seiner Meinung nach keinen Anspruch auf eine Erstattung des Verdienstausfalls habe. Seinem Standpunkt zufolge dürfe hierfür nicht die Gemeinschaft zahlen müssen. Auch Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josek Laumann teilt diese Ansicht und äußert sich gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", dass die vierte Welle, die sich derzeit bemerkbar macht, eine "Pandemie der Ungeimpften" sei. "Wenn ich mir die Freiheit rausnehme, mich nicht impfen zu lassen, dann muss ich für die Konsequenzen, die daraus entstehen, auch in vollem Umfang selbst persönlich einstehen", begründet er selbst die Pläne. Bislang einigten sich lediglich bestimmte Länder auf ein Ende der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte. Während diese Reglung in Baden-Württemberg ab 15. September in Kraft tritt, folgt Rheinland-Pflanz ab dem 1. Oktober. Überlegungen diesbezüglich stellen außerdem Hessen und Mecklenburg-Vorpommern an. Wir halten euch auf dem Laufenden!

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