Hot Stories

Coronavirus: Wird jetzt alles anders?

Von Julika am Mittwoch, 25. August 2021 um 10:35 Uhr

Weg von bisherigen Inzidenzregeln: Trotz steigender Zahlen versuchen sich Bundesländer wie Hamburg an neuen Methoden das Coronavirus einzudämmen. Wird jetzt alles anders?

Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen aktuell insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Hamburg rasant und zwingen die Politik aktuell zu neuen Lösungen, um die Ausbreitung des Coronavirus im Zaum zu halten. Bislang setzten alle Regierungen auf die sogenannte 3G-Regel, nach der wir geimpft, genesen oder getestet sein müssen, um gesellschaftliche Angebote wahrnehmen zu können. Doch damit ist jetzt Schluss! Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigte die 2G-Regel schon länger an, jetzt ist sie da und soll das Infektionsgeschehen massiv senken. Hamburg ist das erste Bundesland, das Freiheiten auf Geimpfte und Genesene beschränkt und Getestete von den Vorzügen wieder ausschließt. Was dies bedeutet und welche Kettenreaktionen dies auch auf andere Bundesländer haben könnte, liest du jetzt.

Diese Themen könnten dich ebenfalls interessieren:

Das ändert sich durch die 2G-Regel

Ab kommenden Samstag gilt in Hamburg: Publikumseinrichtungen wie Theater, Konzerthäuser, Clubs oder Gastronomien können frei entscheiden, ob sie weiterhin mit der 3G-Regel fahren, also nachweislich Genesenen, Geimpften sowie Getesteten den Zugang zu ihren Räumen erlauben, oder die neue 2G-Regel anwenden. Dann ist nur noch vollständig geimpften Personen sowie nachweislich genesenen Menschen der Zutritt gestattet. Mit der 2G-Regel fallen auch Abstandsregeln, Belegungsgrenzen und die Maskenpflicht. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher erklärt die radikale Entscheidung: "Die 2G-Regel ist wesentlich sicherer. [...] Immer wieder hört man von Veranstaltungen, bei denen es hieß alle seien getestet und es kam zu massenhaften Ansteckungen." Eine Ausnahme gilt lediglich für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die bis zu ihrem Impfangebot in spätestens sechs Wochen unabhängig von ihrem Impfstatus an solchen 2G-Angeboten teilnehmen. Ab Oktober entfallen jedoch alle Ausnahmeregelungen. Rechtlich könnte diese Entscheidung auf lange Sicht jedoch problematisch werden. Ihre Verhältnismäßigkeit hängt nämlich vom tatsächlichen Infektionsgeschehen, Inzidenzzahl, den Sterbe- und Hospitalisierungsraten oder dem R-Faktor ab. Ob daher andere Bundesländer nachziehen werden, ist daher bislang noch nicht absehbar.

©Getty Images

Weitere spannende Themen gibt es hier:

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel enthält unter anderem Produkt-Empfehlungen. Bei der Auswahl der Produkte sind wir frei von der Einflussnahme Dritter. Für eine Vermittlung über unsere Affiliate-Links erhalten wir bei getätigtem Kauf oder Vermittlung eine Provision vom betreffenden Dienstleister/Online-Shop, mit deren Hilfe wir weiterhin unabhängigen Journalismus anbieten können.