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Crystal Renn: Die Fotos wurden retouchiert!

Von GRAZIA am Freitag, 16. Juli 2010 um 10:21 Uhr

"Ich war schockiert!", so Crystal Renn über die besorgniserregenden Bilder für die Fashion for Passion-Kampagne. Laut Renn wurden die Fotos retouchiert.

Ist Crystal Renn wieder rückfällig geworden? Seit Wochen wird heiß diskutiert, ob das einstige Plus-Size-Model erneut an Magersucht leidet und wer oder was an ihrem dramatischen Gewichtsverlust schuld ist.

Aber zurück zum Anfang: Im Mai lief eine etwas schlankere, aber nicht besorgniserregend dürre Crystal für Chanel über die Croisette. Erste Gerüchte über eine mögliche Ess-Störung kamen auf, wurden aber sofort vom Management dementiert: "Sie hat an einer anstrengenden Trekking-Tour teilgenommen", hieß es von ihrem Agenten.

Doch schon wenige Wochen später gab es neue, beunruhigende Bilder des einst für seine Kurven gerühmten Models: Der Fotograf Nicholas Routzen veröffentlichte Fotos, die er für die Fashion for Passion-Kampagne geshootet hatte - auf den Bildern ist Renn spindeldürr und kaum wiederzuerkennen. Sie nach dieser Anzeigen-Kampagne als Plus-Size-Model zu bezeichnen, schien schlichtweg lachhaft.

Doch nun meldet sich das Model zu Wort:

"Ich war schockiert. Als ich die Bilder sah, fehlten mir gute fünf Minuten lang die Worte", so Renn im Interview mit dem US-Magazin Glamour: "Ich weiß nicht, was mit den Fotos passiert ist oder wer dafür verantwortlich ist, aber für mich sehen sie retouchiert aus."

In einem Making Of-Video, das Renns Agent dem US-Magazin zugespielt hat, sieht Renn deutlich kurviger aus als auf den veröffentlichten Fotos.

"Die Fotos wurden von oben mit einem Weitwinkelobjektiv aufgenommen", so der Fotograf. "Ich habe sie geformt ...Ich habe nichts getan, was ich nicht bei jedem anderen tun würde. Ich werde dafür bezahlt, Frauen schön aussehen zu lassen."

Dass Fotos zu Werbezwecken retouchiert werden, ist in der Branche selbstverständlich. Aber ein Plus-Size-Model auf Size Zero zu trimmen, ist doch sehr befremdlich. Das ist in etwa so, als würde man ein schwarzes Model buchen und dann so retouchieren, dass es weiß aussieht.

"Dieser Körper sieht nicht aus, wie mein Körper ...Ich weiß, wie ein sehr dünner Körper an mir aussieht und das ist nichts, was ich attraktiv finde. Es ist nichts, was ich anstrebe", so Crystal:

"Ich weiß, dass ich nicht so aussehe, aber mich so auf einem Foto zu sehen, war wirklich verstörend."

Ja, ja, die Wunderwaffe Photoshop. Wie die meisten Dinge, ist das Programm gefährlich, wenn es in die falschen Hände gerät. Wir nehmen jetzt mal an, dass die digitale Bildbearbeitung auch für Crystals jüngste XS-Bilder für Jean Paul Gaultier verantwortlich ist.

Liebe Designer! Wenn ihr ein mageres Model wollt, dann holt euch doch einfach eines (gibt ja genug davon). Andererseits würde das nicht halb so viel Publicity bringen, gell?

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