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Der Blutdiamanten-Prozess Teil 2

Von GRAZIA am Montag, 9. August 2010 um 12:59 Uhr

Heute morgen machte US-Schauspielerin Mia Farrow ihre Aussage im Blutdiamenten-Prozess gegen Diktator Charles Taylor. Sie behauptet: Naomi Campbell wußte ganz genau wer ihr im September 2007 die Steine aufs Zimmer bringen ließ.

Naomi vs. Mia. Die Ex-Partnerin von Woody Allen sagte heute aus, dass Naomi ihr am Frühstück nach dem Gala-Dinner bei Nelson Mandela im Jahre 1997 von der Diamantenübergabe berichtet habe. Laut Mia Farrow glaubte sie, dass die Boten „von Charles Taylor geschickt worden“ seien.

Diese Aussage deckt sich aber nicht mit dem was Naomi vor dem Kriegsverbrecher Tribunal in Den Haag behauptete. Am vergangenen Donnerstag sprach sie zwar in die selben Mikrofone wie der Hollywood-Star, rückte die Geschehnisse aber in ein völlig anderes Licht: Sie habe nicht gewusst, von wem das Geschenk kam. "Es war spät und ich war müde", erklärte Naomi ihr Desinteresse. Die Steine habe sie am nächsten Tag sofort dem Chef eines Kinderhilfswerks übergeben.

Charles Taylor wird beschuldigt, Ende der 90er Jahre Rebellen in Sierra Leone mit Waffen beliefert zu haben. Als Ausgleich soll er Blutdiamanten im Wert von Hunderten Millionen Dollar bekommen haben.
An dieser Stelle kommt Supermodel Naomi Campbell ins Spiel: Kann nachgewiesen werden, dass das Diamantengeschenk von dem Diktator stammte, wäre das ein wichtiger Beweis für den Besitz der „schmutzigen Steine“. Und somit auch für Taylors Schuld. Bis heute beteuert der 62-Jährige nie irgendwelche Blutdiamanten besessen zu haben.

Wer sagt jetzt die Wahrheit? Naomi oder Mia? Das wird sich hoffentlich im Laufe der Verhandlungen zeigen.

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