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Donald Trump: Er provoziert erneute Eskalationen

Von Julika am Montag, 1. März 2021 um 10:54 Uhr

Donald Trumps erster Auftritt lässt kaum einen Raum für Spekulationen: Er will seine Gegner loswerden und provoziert dadurch einen erneuten Mopp durch seine Anhänger.

Donald Trump ist wieder als altbekannter konservativer Redenschwinger unterwegs. Wäre der 74-Jährige nicht offiziell im Januar aus dem Weißen Haus ausgezogen, könnte man anhand aktueller Bilder nun nämlich vermuten, der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten sei eigentlich nie seines Amtes enthoben worden. Denn tatsächlich nimmt auch die erste Rede des Republikaners nach seiner Präsidentschaft einen Trump-typischen Verlauf. Mit den Worten "Habt ihr mich schon vermisst?" trat er zu seiner persönlichen Hymne "God Bless The USA" am Abend des 28. Februar auf die Rednerbühne der Conservative Political Action Conference in Orlando, Florida, und kündigte sogleich seine Vision für die Republikaner an. "Wir haben die republikanische Partei. Sie wird sich vereinigen und stärker sein als je zuvor." Eine eigene Trump-Partei ist damit sofort ausgeschlossen, eine erneute Hetzjagd allerdings nicht.

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Denn der Immobilienmogul erhob, wie ihm geheißen, seine Machtansprüche auf die aktuelle Legislaturperiode – "Wer weiß, vielleicht entscheide ich mich, sie ein drittes Mal zu schlagen" – und wetterte in gewohnter Manie gegen die Politik seines Nachfolgers Joe Biden. Auch Parteiinterne, insbesondere die Parlamentarier, die beim Amtsenthebungsverfahren wegen der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar gegen ihn gestimmt hatten, wurden Opfer seiner neuen Machtdemonstration. Dazu zählte er namentlich alle Parteikollegen im Kongress auf, die für ein Impeachment gegen ihn gestimmt hatten und forderte gegenüber seinen Anhängern: "Werdet sie alle los!". Insbesondere Liz Cheney, die von konservativen Republikanern bereits als "Kriegstreiberin" bezeichnet wird, soll ganz oben auf der Abschussliste stehen, verkündete der 74-Jährige. "Sie werdet ihr bei der nächsten Wahl los". Die Reaktion seiner Fans: Buhen für Cheney, Jubel für Trump. Ob er sich mit der einer reinen Abwahl der Repräsentantin zufriedengäbe, ließ er dabei bewusst offen…

©Getty Iamges

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