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Dramatische Warnung: Lockdown schon zu spät?

Von Jenny am Freitag, 9. April 2021 um 09:28 Uhr

Der Virologe Christian Drosten machte via Twitter auf die aktuell dramatische Lage auf deutschen Intensivstationen aufmerksam. Kommt ein harter Lockdown etwa schon jetzt zu spät?

Seit den vergangenen Wochen steigen die Infektionszahlen innerhalb der Corona-Pandemie weiter stark an. Lediglich in dieser Woche sanken die Fälle sowie die 7-Tage-Inzidenz erstmals wieder. Allerdings seien die aktuellen Zahlen laut des Robert Koch-Instituts auf die Osterfeiertage sowie weniger Tests und Meldungen von Neuinfektionen zurückzuführen. Dass die wirkliche Situation anders aussehe, darauf machen Experten wie zuletzt Karl Lauterbach im Interview bei Markus Lanz aufmerksam. Der SPD-Gesundheitsexperte sprach angesichts der verzögerten Meldungen von Fake-Zahlen und forderte den Lockdown. Dass dieser allerdings bei weiterem, langen Debattieren und Beraten von Bund und Ländern zu spät kommen könnte, verdeutlicht eine Warnung des Leiters der Virologie der Berliner Charité Christian Drosten, welcher jetzt einen "Notruf" sandte.

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Dramatische Notlage: Kommt der Lockdown zu spät?

Schon vor rund zwei Wochen erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel im TV-Interview mit Polit-Moderatorin Anne Will, dass sie nicht nur zuschauen, sondern handeln werde. Trotz Intensivstationen, die mit zunehmenden schweren Corona-Fällen zurechtkommen müssen, wird über einen weiteren harten Lockdown oder einen Brücken-Lockdown, wie ihn Armin Laschet ins Spiel brachte, nur diskutiert. Christian Karagiannidis, der wissenschaftliche Leiter der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), schlug deshalb via Twitter Alarm und richtete seine Warnung an Politik und Wirtschaft: "Bitte handelt endlich!". Weiter fragte der Experte: "Wie hoch sollen die Zahlen denn noch steigen bevor Ihr reagieren wollt???". Bei solch einem weiteren Vorgehen werde "jede Ausfahrt zur Senkung der Zahlen" verpasst. Dabei verwies er außerdem auf die wenigen freien Intensivbetten – insbesondere in Bonn, Bremen und Köln. Unterstützung erhielt der DIVI-Chef vom Virologen Christian Drosten, welcher auf den Tweet reagierte und schrieb: "Dies ist ein Notruf". Dass ein dringendes Handeln nötig sei, um die Intensivmediziner zu entlasten, erklärte Karagiannidis nach seinem Post gegenüber dem Spiegel: "Das halten sie nicht mehr lange aus. Je länger die Überlastung andauert, desto mehr Mitarbeiter werden gehen." Die Entscheidung der Politiker über einen weiteren Lockdown bleibt derzeit noch abzuwarten…

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