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Eiskalte Berechnung: Was erhofft sich Donald Trump von den Begnadigungen?

Von Marvena.Ratsch am Mittwoch, 20. Januar 2021 um 11:56 Uhr

143 Begnadigungen sprach Donald Trump in seinen letzten Stunden als Präsident aus. Was im ersten Moment nach einer wohlwollenden Geste aussieht, könnte eiskalte Berechnung sein. Wir klären auf!

Die letzten Stunden von Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sind angebrochen. Doch bevor er mit einem Jet nach Florida in sein Ressort Mar-a-Lago fliegt und dort seine Wunden von der Wahlniederlage gegen die Demokraten leckt und neue Pläne für eine angedeutete Kandidatur 2024 schmiedet (was jedoch nur geht, wenn auch das zweite Amtsenthebungsverfahren vom Senat abgelehnt werden sollte), nutzt er seine Position als mächtigster Mann der USA noch einmal aus. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat der 74-Jährige nämlich ganze 143 Begnadigungen unterzeichnet. Allerdings ist das keine wohlwollende Geste, um sein angeknackstes Image instand zusetzen, vielmehr steckt eiskalte Berechnung hinter dieser Handlung.

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Was bezweckt Donald Trump mit den Begnadigungen?

Wer kennt es nicht: Am letzten Tag im alten Job will man alle offenen Angelegenheiten aus der Welt schaffen, damit man unbelastet die Zukunft bestreiten kann. Und genau das scheint Donald Trump mit seiner Begnadigungswelle auch getan zu haben, jedoch nicht ganz uneigennützig. Betrachtet man die Liste der 143 Menschen, fallen erst einmal viele unbekannte Namen auf, denen für ihre kriminellen Handlungen wie Drogenhandel zu hohe Strafen geblüht hätten. So weit, so gut: Doch schauen wir genauer hin, dann entdecken wir auch Personen, bei denen eine Begnadigung einen etwas bitteren Beigeschmack hinterlässt, nicht nur, weil ihre wirtschaftlichen oder politischen Verbrechen wie Bestechung, Steuerhinterziehung, Korruption oder Betrug bestraft werden müssen, sondern auch, weil einige von ihnen mit keinem Geringeren als Trump himself befreundet sind. So beispielsweise auch Steve Bannon, der 2016 die Leitung des Wahlkampfes übernahm und bis 2017 den Präsidenten als Chefstratege beriet und der Gelder veruntreut haben soll und via Twitter zum Mord aufgerufen haben soll. Was Donald Trump mit dieser Geste bezweckt? Schnell kommt die Vermutung auf, dass er ganz nach dem Motto "Man sieht sich immer zweimal im Leben" seine Allianzen stärken will und in Zukunft nur zu gerne den einen oder anderen Gefallen der Begnadigten in Anspruch nehmen würde…

©Getty Images

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