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Exklusiv: Interview mit Paris Hilton über The Bling Ring

Von GRAZIA am Mittwoch, 4. September 2013 um 09:50 Uhr

Sofia Coppola zeigt in The Bling Ring ihr Haus - warum Paris Hilton das nichts ausgemacht hat und wie sie über die Diebe denkt, das haben wir sie im Interview gefragt.

Sie waren eines der Hauptziele des sogenannten Bling Ring. Wann wurden Sie auf die diversen Diebe aufmerksam? Haben Sie gespürt, dass jemand in Ihrem Haus ist?

Die Gruppe hat mein Haus sechs Mal ausgeraubt, hat aber erst nur einige wenige Dinge auf einmal gestohlen. In der Zeit bin ich sehr viel gereist und meine Haushälterin hatte gerade sauber gemacht, deswegen habe ich das nicht mitbekommen. Beim letzten Mal aber kam ich nach Hause und sah Fußspuren auf dem Teppich und mein Kleiderschrank war geplündert. Schubladen voll Schmuck waren komplett ausgeräumt.

Als wir Sofia Coppolas Film gesehen haben, waren wir überrascht, wie einfach es für die Kids schien in die Villas der Stars zu kommen und alles zu stehlen, was Ihnen in die Finger kam. Stimmt es, dass Ihre Haushälterin den Schlüssel unter die Fußmatte gelegt hatte?

Ich wohne in der sichersten Gegend von Los Angeles, einer Wohnsiedlung, die rund um die Uhr von erstklassiger Security bewacht wurde, deshalb hatte ich keine Angst vor Einbrüchen. Sie hat den Schlüssel tatsächlich unter die Fußmatte gelegt. Jetzt habe ich aber mehr Kameras und Wachmänner und mein Schlüssel liegt definitiv nicht mehr unter der Fußmatte.

Haben Sie die Alarmanlage nach den Einbrüchen gewechselt?

Ich habe die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Umgezogen bin ich nicht, weil ich trotzdem in der meistbewachten Gegend wohne und jetzt noch mehr Vorsichtsmaßnahmen unternommen habe.

Was hat am meisten weh getan: zu wissen, dass jemand Ihre Privatssphäre verletzt hat oder Schmuck zu verlieren, der von Ihrer Großmutter stammt und von den Dieben einfach in irgend einem Leihhaus versetzt wurde?

Beides tat sehr weh. Es ist beängstigend daran zu denken, dass jemand in deinen privaten Räumen war, ohne dass du da warst und Zugang zu all deinen Sachen hatte. Sie haben Dinge von unschätzbarem Wert gestohlen, die niemals zu ersetzen sein werden. Mein Ärger darüber wird nie vergehen.

Es erscheint seltsam, dass Sie Sofia Coppola erlaubt haben, den Film in Ihrem Haus zu drehen - nach all den negativen Erfahrungen...

Wenn es ein anderer Regisseur gewesen wäre, dann hätte ich es nicht erlaubt. Aber ich finde, Sofia ist so eine talentierte Regisseurin und sie wollte die wahren Hintergründe zeigen und den Zuschauern vermitteln, wie schrecklich die Verbrechen waren.

Haben Sie sie vorher gefragt, worauf sie mit ihrem Film hinaus will, ob sie beispielsweise die Diebe feiern wollte? Wie denken Sie über die Diebe?

Wir haben darüber gesprochen und es wurde deutlich, dass sie zeigen wollte, wie beängstigend es für die Opfer war. Sie hat einen tollen Job gemacht, alles genau so wiederzugeben wie es war. Ich bin so sauer auf die Täter, ich finde es widerlich, was sie gemacht haben und hoffe, dass sie daraus eine Lektion lernen.

Welche Emotionen überkamen Sie als Sie den fertigen Film in Cannes gesehen haben?

Als ich den Film zum ersten Mal sah, war das für mich sehr viel emotionaler als erwartet. Es war hart alles noch einmal zu sehen und auch Dinge, die noch nicht einmal ich wusste. Letztlich war es aber ein großartiger Film und ich bin froh, dass ich ein Teil davon sein konnte.

Frau Coppola hat in Interviews gesagt, dass Sie überhaupt nicht Ihrem Image entsprechen, sondern herzlich und freundlich sind. Fühlen Sie sich durch solche Kommentare bestätigt oder ist es Ihnen egal, was andere Leute von Ihnen denken?

Natürlich freut es mich zu hören, dass Sofia solche netten Dinge über mich sagt. Die Leute, die mich richtig kennen, kennen auch mein wahres Ich und das sind auch die Menschen, die mir am meisten bedeuten.

Haben Sie das Gefühl die verwöhnten Mitglieder des Bling Ring entsprechen dem Zeitgeist? Und denken Sie manchmal, dass vielleicht Sie und Ihr glamouröser Lifestyle, den Sie öffentlich präsentieren, dazu beitragen könnte? Sie haben ja sogar bei einer Reality-TV-Serie mitgemacht...

Ich war die erste mit einer eigenen Reality-Show, also wusste zu dieser Zeit noch niemand zu was das führen kann. Ich bereue nicht es gemacht zu haben und ich glaube nicht, dass jemand ein Verbrechen wie dieses auf eine TV-Show zurückführen kann. Wenn das der Fall wäre, dann könnten wir das Fernsehen für alle schlechten Taten verantwortlich machen.

Glauben Sie, dass Sie jemals ein Leben fernab der Öffentlichkeit leben werden?

Ich bin im Blickpunkt der Öffentlichkeit aufgewachsen, deshalb ist es einfach ein Teil meines täglichen Lebens geworden. Ich versuche dem nicht so viel Aufmerksamkeit zu widmen. Ich freue mich darüber, dass ich Menschen inspirieren kann und ihnen zeigen kann, dass Fröhlichkeit alles ist und dass sie jeden Tag so leben sollten, als wäre es ihr letzter.

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