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Friedrich Merz: Macht diese Aussage seinen Frauenhass deutlich?

Von Jenny am Montag, 18. Januar 2021 um 13:25 Uhr

Am vergangenen Samstag musste Friedrich Merz seinen sehnlichsten Wunsch, Parteivorsitzender der CDU zu werden, vorerst begraben und machte gleichzeitig mit einer Aussage in seiner Rede sein veraltetes Bild von Geschlechtern deutlich.

Für Politik-Begeisterte war es ein spannendes Wochenende, denn endlich wurde der Parteivorsitzende der CDU bestimmt und damit auch der mögliche Kandidat für die Kanzlerwahl gefunden. Der Gewinner, der aus der Online-Veranstaltung mit einer knappen Mehrheit hervorging, war Ministerpräsident Armin Laschet, dessen Vorsitz nun noch per Briefwahl juristisch bestätigt werden muss. Sein Gegner Friedrich Merz wurde allerdings nicht nur zum Verlierer der Abstimmung, sondern verdeutlichte mit seiner Rede um den CDU-Vorsitz auch sein Weltbild, welches wenig aktuell ist und lässt auf seine Denkweise über Frauen schließen. Dabei ist nicht nur das, was er aussprach von Gewicht, sondern auch das, was er nicht sagte, sich von seiner Wortwahl aber eindeutig ableiten lässt…

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Friedrich Merz: Offenbaren diese Worte seine Meinung über Frauen?

So verwendete Friedrich Merz für seine Überleitung die Sätze: "Auch diejenigen, die sozial schwach sind, finden gerade bei uns ein Herz für Zuwendung. Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang ein Wort zu den Frauen sagen", und warf bei uns die Frage auf: Sind Frauen für Merz sozial schwach? Natürlich können wir nicht davon ausgehen, dass Friedrich Merz diese Eigenschaften sowie die Redewendung "ein Herz für Zuwendung" unbedingt auf das weibliche Geschlecht bezieht, allerdings liefert es dem Zuhörer einen solchen Eindruck, der sich nur schwer mit Gleichstellung und Emanzipation vereinen lässt. Auch im Hinblick darauf, dass die Reden der Bewerber um den Vorsitz lange durchdacht und mehrfach erprobt sind, sorgen diese Passagen nur mehr für Kopfschütteln, denn somit sind die Worte von Friedrich Merz nicht zufällig, sondern präzise gewählt. Auch der Journalist Christian Rickens übt in seinem Kommentar für das Handelsblatt Kritik an der Rede des Politikers: "Über seine Sprache hat uns Merz einen Einblick in sein unterbewusstes Weltbild gegeben. Eine Welt, in der die wirklich wichtigen Dinge in Deutschland von Männern geregelt werden, die Ingmar und Friedrich heißen. Es ist, man muss es so klar sagen, eine Welt von gestern." Wir können uns dieser Meinung nur anschließen! 🙏🏼

© Getty Images

 

 

 

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