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Geht Ivanka Trump jetzt pleite?

Von Martyna am Dienstag, 4. April 2017 um 11:49 Uhr

Seit ihr Vater, Donald Trump, Präsident der USA ist, haben die Marken von Ivanka Trump stark gelitten. Nach Nordstrom und Neiman Marcus boykottieren nun noch mehr Retailer die Schmuck-, Schuh- und Mode-Kollektion der "First Daughter".

Nordstrom und Neiman Marcus sind zwei der größten Kaufhausketten in Amerika und versenden ihre Produkte zum Teil auch nach Deutschland (solange Präsident Trump nichts an den Zollbedingungen ändert). 

Bis vor kurzem konnte man sich dort die Schuh- sowie die Schmuck-Kollektion von Präsidententochter Ivanka Trump anschauen und natürlich auch bestellen. Das ist nun vorbei – Nordstrom und Neiman Marcus verkaufen Ivankas Linien nicht mehr! In einem offiziellen Statement ließ der Department Store Nordstrom verlauten, dass sie die Pieces wegen "schlechter Verkaufszahlen für diese Saison nicht eingekauft" hätten. Oder anders gesagt: Nordstorm möchte unpolitisch bleiben… Neiman Marcus schloss sich am Freitag an, gab jedoch keine Begründung für den Boykott. 

#GrabYourWallet

Unter dem #GrabYourWallet-Hashtag werden potentielle Käufer, primär Frauen, seit dem "Grab 'em by the pussy"-Skandal dazu aufgerufen, die komplette Marke Trump aufgrund der respektlosen und unsensiblen Kommentare des Präsidenten zu boykottieren. Viele treiben es noch weiter und kaufen nicht mehr bei Ketten ein, die Ivankas oder Donald Trumps Produkte führen. Bereits wenige Tage nach der Wahl im November hat die Website Shoes.com ein klares Statement gegen die First Family gesetzt: "Wir verstehen euch und stehen hinter euch. Wir haben die Produkte von der Seite entfernt."

Etliche weitere, meist kleinere Retailer haben sich angeschlossen

Bed, Bath & Beyond ist einer der größten "Hier gibt es alles"-Stores Amerikas. Die Kette vertribt Ivankas Sortiment nur noch dort, wo die Nachfrage stimmt.  Konsumenten sind auf eine Website besonders sauer: der Riesen-Konzern Amazon sprach sich zwar lautstark gegen den "Muslim Ban" von Präsident Trump aus, die Linien der Tochter des mächtigsten Mannes kann man jedoch stets dort erwerben… 

Miese Verkaufszahlen

 

 

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Wenn die Ketten nicht von selbst und aus politischer Überzeugung die Trump-Linien einstellen, müssen eben die Zahlen sprechen und dies Erzwingen. Und das tun sie. Laut einer Umfrage von ShopRunner ist das Interesse an den Produkten der Businessfrau seit des "Pussy-Gate"-Skandals ihres Vaters um 54 Prozent gesunken. Dieser Wert setzt sich aus den Suchergebnissen auf den wichtigsten Retailer-Websites zusammen.

Klar ist: die Aktion funktioniert!

Ivankas Linien liegen auf dem Grabbel-Tisch

Für alle, die noch ein richtiges "Schnäppchen" shoppen wollen, können die ausrangierten Stücke, die übrigens in China hergestellt werden und das passt gar nicht zu Papa Trumps "America first"-Kampagne, in Discountern shoppen. Nordstrom und Bloomingdales waren schnell und haben ihre Restbestände an Restposten-Stores wie TK Maxx und Co. gesendet… 

Nun schaut ganz (naja, eher genau die Hälfte von) Amerika auf Walmart, Macy's, Bloomingdales und Target, denn diese vertreiben noch fleißig alle möglichen Trump-Artikel…