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GRAZIA exklusiv: Rosie Huntington-Whiteley im Interview

Von GRAZIA am Freitag, 20. Juni 2014 um 15:00 Uhr
Rosie Huntington-Whiteley zu sagen, wie rasend gut sie aussieht, wäre ungefähr so, als würde man Rihanna dafür loben, dass sie so genial singen kann. Als wir das Supermodel in Berlin trafen, sprachen wir dann auch über alles – außer Schönheit …

„Roooooosie!“-Schreie von allen Seiten, Blitzlichtgewitter am helllichten Tag: Als ihr Film neulich an der Croisette Premiere hatte, war der Medienandrang fast noch größer als bei den Hollywoodstreifen mit A-List-Stars. Dabei dauert das Werk von Supermodel Rosie Huntington-Whiteley (27) mit dem Titel "Feier den Moment“ gerade mal knapp vier Minuten. Aber Regie führte immerhin Wim Wenders, und „Fack Ju Göthe“-Superstar Elyas M’Barek spielt an Rosies Seite. Für "Magnum“-Eis haben die beiden diesen Minifilm gedreht, der anders ist als gewöhnliche Werbespots: Er erzählt eine wunderschöne kleine Geschichte von Doppelgängern, schicksalhaften Begegnungen und wie man es anstellt, den Augenblick zu genießen …

 

 

Elyas ist schon ein heißer Typ, oder?

Ja, er ist unglaublich attraktiv, charmant und sooo süß. Beim Dreh hatten wir jedenfalls viel Spaß. Ich glaube, ich hab einen neuen Freund gefunden.

 

Können Sie uns dann erklären, warum er noch Single ist?

Wahrscheinlich ist er extrem wählerisch.

 

Sind Sie das auch, oder glauben Sie an Liebe auf den ersten Blick?

Oh ja!

 

Ist Ihnen also schon mal passiert?

Ooooooh ja!

 

Mit Ihrem Freund Jason Statham?

(lacht und winkt ab)

 

Okay, was muss ein Mann denn haben, damit er Sie beeindruckt?

Humor und Ehrlichkeit. Er muss sich Zeit für mich nehmen und aufmerksam sein, und ich muss ihm bedingungslos vertrauen können. Und im Grunde muss er auch mein bester Freund sein.

 

Was mögen Sie gar nicht?

Schlechtes Benehmen, Lügner und Betrüger – furchtbar!

 

Was war das schönste Kompliment, das Sie je bekommen haben?

Ich find’s gut, wenn die Leute mir sagen, dass ich einen Sinn für Humor habe.

 

In Ihrem „Magnum“-Film geht es ja um die Kunst, den Augenblick zu genießen. Können Sie das gut?

Ich glaube schon. Weil ich auf der ganzen Welt Freunde habe, habe ich meinen letzten Geburtstag zum Beispiel gleich mehrfach gefeiert – an verschiedenen Orten. Es war großartig! Andererseits merke ich auch, dass es nicht mehr so leicht ist, spontan auszugehen und unbeobachtet Spaß zu haben. Deshalb lade ich Freunde lieber zum Essen zu mir nach Hause ein.

 

 

Über die Stränge schlagen Sie nicht mehr?

Noch nie! Ich war eine gute Schülerin, ziemlich brav, niemals frech. Meine Eltern haben mir Anstand und Moral mit auf den Weg gegeben und auf gute Noten geachtet – und mir war das auch wichtig. Vielleicht war meine einzige Rebellion, zu sagen, ich gehe von der Schule ab und werde Vollzeitmodel.  

 

Sie sind jetzt 27. Hat man als Model mehr Probleme damit, älter zu werden?

Ach, ich glaube, niemand freut sich, faltiger zu werden oder Teile des Körpers plötzlich da zu finden, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben. (lacht) Aber je älter ich werde, desto mehr lerne ich über mich, über andere Menschen, die Welt, das Leben – insofern hat das Älterwerden etwas Gutes. (lacht)

 

Wie definieren Sie Glück?

Wenn man sich frei machen kann von materiellen Wünschen und in der Lage ist, die kleinen Dinge des Lebens zu schätzen. Inneren Frieden zu finden – vielleicht fängt alles damit an …

 

Was könnte diesen Frieden denn am ehesten stören?

Wenn man ständig darüber nachdenkt, was als Nächstes passieren wird, wohin man noch überall muss, wohin man will.

 

Sind Sie denn immer tiefenentspannt?

Na ja, ich bin schon getrieben und auf der Suche nach Gelegenheiten, meine Träume selbst zu erfüllen. Einfach zu vertrauen, dass das Schicksal mir etwas anbietet, ist nicht mein Ding. Es ist sicher nicht immer alles so gelaufen, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber auf eine Art bin ich genau dorthin gelangt, wo ich hinwollte.

 

Kommt es trotzdem mal vor, dass Sie am liebsten um eine Auszeit bitten würden?

Klar, das kennt doch jeder, der hin und wieder Stress im Beruf hat. Aber Hauptsache, ich habe meinen Ausgleich: Yoga, Boxen. Auch ein Spaziergang am Strand kann hilfreich sein, um sich zu sammeln und auf den Boden der Tatsachen zurückzufinden.

 

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?

Wenn ich in meinem eigenen Bett aufwache – zu Hause und nicht in irgendeinem Hotel –, fängt er schon mal grandios an. Zeit mit Freunden und meiner Familie zu verbringen, das sind tolle Momente. Und natürlich meine Hunde …

 

Sind die immer mit Ihnen unterwegs?

Oh Gott, nein, die sind so schlimm, es wäre ein Albtraum, sie mitzunehmen! Aber seit ich die beiden Dackel habe, fühlt sich mein Haus viel mehr nach „zu Hause“ an. Die freuen sich unbändig, wenn ich wieder da bin. Denen ist es völlig egal, wo man gerade herkommt, wer man ist oder was man besitzt.

 

Interview: Mareile Morawietz

Bild: Getty Images