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Horror-Prognose: 100.000 Corona-Fälle pro Tag

Von Julika am Dienstag, 30. März 2021 um 10:41 Uhr

Schock-Aussage vom Präsidenten des Robert-Koch-Institut: Die dritte Corona-Welle wird schlimmer als die beiden ersten.

Ganz Deutschland schaut mit Sorge auf die Statistiken, denn die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt und steigt. Verantwortlich dafür sind vor allem Ansteckungen im privaten Bereich, am Arbeitsplatz und in Schulen und Kitas, so Experten. Ein Zustand, der weitaus größere Folgen haben könnte als bisher gedacht. Denn nun haben auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, eindringlich vor einer Eskalation der Lage gewarnt. "Es gibt sehr deutliche Signale, dass diese Welle noch schlimmer werden kann als die ersten beiden Wellen", gab Wieler in seiner jüngsten Pressekonferenz als Prognose ab. Im Hinblick auf potenzielle Neuinfektionen heiße das bis zu 100.000 pro Tag. Aus Sicht des Infektionsschutzes sei darum jetzt ein härterer Lockdown notwendig als im Frühjahr 2020. Doch statt Verschärfungen haben viele Bundesländer gerade Öffnungsschritte auf dem Plan. Für Gesundheitsminister Spahn eine desillusionierte Vorstellung. Er warnt: "Wenn wir nicht sofort massiv gegensteuern, werden die Folgen gravierend sein."

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Diese Prognose geben Experten ab 

Die Infektionsketten sind aktuell so wenig verifiziert, dass die harte dritte Welle wohl nicht mehr verhindert werden kann. Dennoch mahnt der RKI Chef: "Wir müssen versuchen, sie abzuflachen." Wenn man sich treffe, dann möglichst im Freien, verantwortungsbewusst und mit Vorsichtsmaßnahmen – so seine Empfehlung. Auch Angela Merkel betonte, sie werde nicht zuschauen, bis es 100.000 Neuinfektionen pro Tag gebe. Die Kanzlerin deutete an, dass der Bund tätig werden könnte, falls Länder die nötigen Maßnahmen nicht ergreifen sollten und die Umsetzung der sogenannten Notbremse weiter vorantreiben. Eine Möglichkeit sei dabei, das Infektionsschutzgesetz noch einmal zu ändern. Der CSU-Vorsitzende Söder pflichtete ihr bei und äußerte gegenüber der ARD, dem Bund in einer solchen Lage mehr Kompetenzen über das Gesetz einzuräumen. Sollten die mehrfach angemahnten schärferen Auflagen nicht in Kraft treten, sieht die Bundesregierung allen voran Minister Jens Spahn noch im April im Zuge von 100.000 Neuinfektionen den Kollaps des Gesundheitssystems.

©Getty Images

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