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Jil Sander bleibt bei Uniqlo

Von GRAZIA am Freitag, 30. April 2010 um 12:25 Uhr

Jil Sander kollaboriert bereits zum dritten Mal mit der japanischen Kette Uniqlo und verlängert ihren Vertrag "auf unbestimmte Zeit".

Wie haben wir sie vermisst! Als Jil Sander 2004 das von ihr gegründete Label aufgrund von Streitigkeiten mit dem Inhaber Prada Group verließ, waren wir schockiert. Die Deutsche hat den Minimal Chic geprägt wie kein anderer, ihre Kollektionen waren stets von einer makellosen Eleganz und Qualität, wie man sie man auch im Luxus-Segment nur selten findet.

Nach der schmerzhaften Trennung des nach ihr benannten Labels, schien die Zukunft der genialen Designerin ungewiss. Niemand hätte geahnt, dass sie ausgerechnet in dem "Fast Retailer" Uniqlo aus Japan einen idealen Business Partner finden würde.

"Es ist schön für mich, dass sie zuhören, dass sie mich verstehen...", sagte Jil Sander vor kurzem im Interview über die japanische Kette, die unter anderem Läden in Großbritannien, Frankreich und den USA unterhält: "Es ist beinahe Schicksal!"

Seit kurzem ist die dritte Kollektion ihres neuen Labels J+ in den Läden der japanischen Kette zu haben - und ein Ende der Zusammenarbeit ist nicht in Sicht: Jil Sander hat ihren Vertrag gerade "auf unbestimmte Zeit" verlängert.

Der Job ist für Sander ganz offensichtlich eine Herzensangelegenheit: Obwohl sie nach wie vor ein großes Designstudio in Hamburg unterhält, jettet sie alle zwei Monate nach Japan.

Bei genauerem Hinsehen, ist es nicht verwunderlich, dass Uniqlo und Sander ein Match Made in Heaven sind: Beide sind für ihre Effizienz und minimalistische Designsprache bekannt.

"Ich bin sehr, sehr beeindruckt davon, was wir erreichen können und was Uniqlo tun kann", so Sander im Interview mit dem US-Magazin Women's Wear Daily.

Sanders Liebe zu Japan wird erwidert: Gerade erst wurde sie als erste nicht japanische Modeschöpferin vom Fashion Editors Club of Japan zum "Designer of the Year" gekürt.

Schön, dass sie nach dem dramatischen Verlust ihres Labels wieder neu verliebt, ähm, motiviert ist. Wir hoffen, Jil vergisst bei aller Liebe zu Japan ihre Wurzeln nicht und bringt Uniqlo bald auch nach Deutschland. Wir sagen auch ganz lieb Bitte, ähm: Onegai!

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