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Joe Biden: Letzte Rettung?

Von Julika am Donnerstag, 8. April 2021 um 10:49 Uhr

Fragwürdige Entscheidung rüttelten in den vergangenen Monaten an dem Regierungssitz von Joe Biden. Nun kommt jedoch ein weiterer mächtiger Mann ins Spiel, der die letzte Rettung des Präsidenten sein könnte...

Das Amt des US-Präsidenten ist wahrscheinlich nie wirklich von vielen entspannten Momenten im Weißen Hauses geprägt, dennoch kann man behaupten, dass es Joe Biden besonders hart getroffen hat. Mit einer weltweiten Pandemie im Rücken in die erste Amtsperiode zu starten, kann einem so einiges abverlangen. Biden trat daher gleich zu Beginn als strenger Regeleintreiber auf, der seine Schäfchen mit verschärften Waffengesetzen und Steuererhebungen in bessere Zeiten führen will. Seine größten Gegner neben der Coronapandemie: Großunternehmen wie Amazon oder Microsoft, die der amerikanischen Wirtschaft auf der Tasche liegen. Nun ist Amazon einmal mehr ins Visier von Joe Biden geraten. Diesmal jedoch positiv, denn während der US-Präsident die Plattformen des Online-Händlers vor wenigen Tagen noch anklagte und beschuldigte "verschiedene Schlupflöcher [zu] nutzen, durch die sie keinen einzigen Penny an Bundeseinkommenssteuer zahlen" müssen, scheint das Unternehmen, insbesondere sein Gründer Jeff Bezos, jetzt vielleicht die letzte Rettung für den Politiker zu sein.

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Das könnte Joe Bidens Amt retten 

Nachdem Amazon einiges vor den Buck geknallt bekommen hat, scheint es nun so, als könnten Bezos und Biden doch noch gegenseitig von einander profitieren. Der Konzern-Chef äußerte sich nun zu dem von Joe Biden angekündigten Zwei-Billionen-Dollar-Programm zur Modernisierung der Infrastruktur in den USA mit überraschenden Worten. Anstatt wie viele andere die Steuererhöhungen zu kritisieren, begrüßt der Unternehmer den Plan seines Präsidenten sogar. In einem Blogbeitrag des Konzerns verkündet Jeff Bezos: "Wir unterstützen eine Anhebung der Unternehmensteuer". Damit bewirkt der 57-Jährige nicht nur, dass Bidens radikale Politik tatsächlich an Fahrt aufnehmen kann, sondern bewahrt ihn auch vor dem Unmut der Bürger, die ihn bereits immer lauter kritisieren. Dass Firmen wie Amazon einen großen Schritt auf den 78-Jährigen zugehen und vielleicht auch weiter einflussreiche Kräfte mobilisieren können, könnt demnach vielleicht tatsächlich die Rettung von Bidens Amt bedeuten. Schreiben die USA wieder schwarze Zahlen, so strahlt das auf die Zufriedenheit der Bürger zurück. Und auch Amazon kann nach massig Kritik über die Arbeitsbedingungen und Steuervermeidung positive PR gut gebrauchen – eine politisch-wirtschaftliche Win-Win-Situation.

©Getty Images

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