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Joe Biden: Überraschender Verbündeter?

Von Julika am Dienstag, 20. April 2021 um 10:55 Uhr

US-Präsident Joe Biden könnte nun ganz unerwartet einen alten Feind als seinen Verbündeten ansehen. Was das zu bedeuten hat, liest du jetzt.

Die Politik ist ein verworrenes Geschäft, das nicht selten von Meinungsverschiedenheiten und Misstrauen geprägt ist. Das Paradebeispiel: die angespannten politischen Beziehungen zwischen den USA und Russland. Wenn zwei konkurrierende Großmächte aufeinandertreffen, kann es sich mit gemeinsamen Interessen eben schon einmal schwierig gestalten. Auch aktuell kann man sagen: Joe Biden und Wladimir Putin hatten keinen guten Start. Nach gerade einmal zwei Monaten im Amt und einer kurzen offiziellen Kennenlernphase nannte der amerikanische Präsident seinen russischen Kollegen im März "einen Mörder" und zerstörte damit zunächst den kleinsten Funken Hoffnung auf eine neue Ära interkontinentaler Zusammenarbeit. Wladimir Putin reagierte daraufhin mit sarkastischen Anspielungen. Doch die Gemüter scheinen sich beruhigt zu haben, denn plötzlich macht Putin den Anschein seinen anschließenden Groll vergessen zu haben und auch Biden scheint auf Informationen des russischen Staatschefs angewiesen zu sein. Bahnt sich nun doch eine überraschende politische Zusammenarbeit an?

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Biden und Putin: Neue Zusammenarbeit?

Tatsächlich telefonierten Joe Biden und Wladimir Putin in den letzten Wochen häufiger, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow am vergangenen Montag gegenüber der Agentur Interfax preisgab. Aktuelles Gesprächsthema Nummer eins: ein vereiteltes Attentat auf den Machthaber in Belarus, Alexander Lukaschenko. Wie der belarussische Geheimdienst KGB mitteilte, wirft der vom EU-Parlament nicht als Präsident anerkannte Politiker Lukaschenko Joe Bidens Geheimdienst vor, einen bewaffneten Aufstand gegen ihn vorbereitet zu haben, da sich unter den Festgenommenen neben Politikwissenschaftler Alexander Feduto auch der Anwalt Juri Senkowitsch befand und dieser trägt die amerikanische Staatsbürgerschaft. Aus diesem Grund soll Putin seinen US-Kollegen über den vereitelten Anschlag informiert haben. Etwa ein Versuch, Joe Biden vor Intrigen aus Vorderasien zu warnen und sich doch als Verbündeter zu positionieren? Experten vermuten eher ein Ablenkungsmanöver, um weitere Treffen Lukaschenkos mit dem russischen Präsidenten, die bislang eine enge Beziehung hegten, zu vertuschen. Vielleicht wusste Joe Biden aus diesem Grund bereits vor Wochen, wem er sein Vetrauen schenkt und wem die politische Zusammenarbeit bisher verwehrt bleiben soll.

©Getty Images

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