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John Galliano meldet sich zu Wort

Von GRAZIA am Donnerstag, 3. März 2011 um 09:22 Uhr

Erstmals melden sich die Anwälte des Skandal-Designers zu den Geschehnissen nach seiner angeblichen antisemitischen Pöbel-Attacke zu Wort.

In dem ersten offiziellen Schreiben von John Gallianos Rechtsvertretern heißt es: "Ich streite alle Anschuldigungen, die gegen mich erhoben werden ab und kooperiere bei allen polizeilichen Ermittlungen."

Allerdings klingt sein letzter Absatz im Kontext beinahe wie ein Schuldeingeständnis. "Ich muss die volle Verantwortung dafür übernehmen, dass mein Verhalten in diesem schlechten Licht wahrgenommen wird. Dafür kann ich nur mir die Schuld geben. Ich muss hart an mir arbeiten. Dafür suche ich mir Hilfe und hoffe so, die Umständen, die zu meinem Fehlverhalten geführt haben, ausfindig zu machen."

Nachdem Galliano ein Pärchen mit judenfeindlichen Parolen attakiert hat, wurde er vom Modelabel Dior gefeuert. In einer Erklärung verurteilte Christian Dior die „verachtenswerte Natur des Verhaltens und der Worte von John Galliano“. Das Modehaus war zudem unter Druck geraten, als Oscar-Gewinnerin Natalie Portman, das Gesicht des Parfums "Dior Cherie", mitteilte, sie wolle „in keinster Weise mit John Galliano in Verbindung gebracht werden." Sie sei “schockiert und angewidert!" Mehr als verständlich in Anbetracht der Tatsache, dass Natalie Jüdin ist.

Galliano muss sich wegen der Äußerungen vor Gericht verantworten. Der Prozess könnte nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft zwischen April und Juni 2011 stattfinden. Ihm drohen im Fall einer Verurteilung bis zu sechs Monate Haft und eine Geldstrafe von 22.500 Euro. Auf Anraten seiner Freundinnen Kate Moss und Naomi Campbell soll er sich jetzt in eine Entzugsklinik begeben haben.

Wir hoffen, dass dem exzentrischen Designer hier geholfen werden kann. Denn leider liegen Genie und Wahnsinn bekanntlich ja näher beieinander, als uns lieb ist ...

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