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Kritik von der Kirche: Ricky Martin unter Beschuss!

Von GRAZIA am Donnerstag, 14. April 2011 um 12:28 Uhr

Der Kardinal von San Juan, Luis Aponte Martinez, ruft Ricky Martin öffentlich dazu auf, seine Homosexualität nicht zur Schau zu stellen.

Erst Ende März wurde Ricky Martin von der Schwulen- und Lesbenorganisation GLAAD mit dem Ehrenpreis für homosexuelle Entertainer ausgezeichnet. Ein Preis, der dem Kardinal Luis Aponte Martinez offensichtlich ein Dorn im Auge ist. In einem Interview mit der Tageszeitung "Primera Hora" griff er den Sänger jetzt scharf an. "Ich persönlich bewundere Ricky Martin für das künstlerische Talent, das Gott ihm gegeben hat. Aber ich bitte ihn, seinen Kindern zuliebe, für die er bestimmt nur das Beste will, ein gutes Vorbild zu sein. Die römisch-katholische Kirche lehnt nicht Homosexualität an sich, sondern die unmoralischen Handlungen und Verhaltensweisen, ab. Und zu versuchen Homosexualität oder sexuelle Promiskuität unter unserer Jugend zu verbreiten ist moralisch unverantwortlich!“

Einfach gesagt: Ricky Martin soll aufhören, öffentlich schwul zu sein. Dabei fiel es dem Sänger ohnehin schon unendlich schwer, seine Liebe zu Männern zuzugeben. Im Interview mit Oprah Winfrey, offenbarte er, wie er sich nach seinem Outing gefühlt hat. „Ich konnte es nicht länger verkraften. Es war zu schmerzhaft. Aber ich schätze, das Wichtigste sind meine Kinder. Als ich sie in meinen Armen hielt, dachte ich nur: 'Was? Werde ich ihnen beibringen, zu lügen?‘ Nein! Als ich meine Kinder hielt, sagte ich mir: 'Okay, es ist an der Zeit, es der Welt zu erzählen.‘“

Das Outing kam kurz nach der Geburt seiner Zwillinge Matteo und Valentino (2), die er von einer Leihmutter austragen ließ und zusammen mit seinem Lebenspartner Carlos González großzieht. Und auch da ließ die Kritik der Kirche nicht lange auf sich warten. Der Kardinal der Kirche von Honduras, Oscar Andres Rodriguez, mahnte bei einem öffentlichen Auftritt in Chile: "Was Ricky Martin getan hat, greift die Menschenwürde an. Man kann ein Leben nicht einfach kaufen oder mieten. Noch schlimmer ist es, wenn ein Mensch des öffentlichen Lebens einen solchen Schritt macht."

Wir finden: Das Einzige, was die Menschenwürde wirklich angreift, sind die homophoben Anfeindungen der Kirche gegen Ricky Martin und seine Familie!

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