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Lockdown bis April fordern Mediziner: Schlimmes Szenario droht!

Von Jenny am Freitag, 26. Februar 2021 um 11:02 Uhr

Die Zahlen bleiben weiterhin hoch und die britische Corona-Mutante breitet sich aus. Nichtsdestotrotz sind Lockerungen in aller Munde. Nun warnen Mediziner vor einem schlimmen Szenario und fordern eine Lockdown-Verlängerung bis April.

Endlich wieder dem normalen Alltag ein Stück weit näherzukommen, ein Restaurant zu besuchen oder durch die Geschäfte zu bummeln, würden wir uns alle wünschen. Wie groß die Sehnsucht der Bevölkerung ist, weiß natürlich auch Angela Merkel, die trotz eines vorsichtigen Vorgehens in der Pandemie und aus dem Shutdown in dieser Woche langsame Öffnungsschritte ankündigte. Allerdings befürwortet dieses Vorgehen längst nicht jeder. Gerade der Berufsstamm, der mit vielen Infizierten und schließlich den Todesfällen zu kämpfen hat, nämlich die Intensivmediziner, melden sich deshalb zu Wort und fordern eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis in den April.

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Mediziner wollen Lockdown-Verlängerung: Ist das Risiko zu hoch?

Zu langsames Impfen sowie die Ausbreitung der Coronavirus-Mutationen bereiten den Intensivmedizinern in Deutschland große Sorge. Der medizinisch-wissenschaftlicher Leiter des Intensivregisters der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) Christian Karagiannidis fordert deshalb: "Drei Wochen Disziplin zwischen 7. März und 1. April entscheiden das Spiel in der Nachspielzeit." Dem Modell zufolge, mit dem die Divi das Szenario berechnete, welche Auswirkungen baldige Öffnungen hätten, wäre andernfalls mit einem dramatischen Anstieg schwer kranker Corona-Patienten in Kliniken Mitte März zu rechnen. Karagiannidis empfehle deshalb sogar einen Lockdown bis Ende April. Auch der Präsident der Divi, Gernot Marx, ist derselben Meinung und rät zum Durchhalten zumindest bis Anfang April, um insbesondere Risikogruppen vorerst impfen zu können. Um weitere Öffnungsstrategie zu planen, halten die Experten außerdem den R-Wert für wichtig. Nicht nur die Inzidenz, sondern auch, dass dieser nicht über 1,2 steigt, müsse laut der Mediziner-Vereinigung beobachtet werden, um die Überforderung der Intensivstationen zu verhindern.

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