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Lockdown-Lockerung: Gefährdet DAS die Öffnung der Friseure?

Von Jenny am Donnerstag, 11. Februar 2021 um 13:14 Uhr

Am vergangenen Mittwochabend verkündete Angela Merkel die Fortsetzung des Lockdowns bis zum 7. März. Friseure allerdings sollen bereits eine Woche früher öffnen dürfen. Jedoch könnte diese erste Lockerung nun gefährdet werden...

Seit vergangenem Mittwoch steht es fest: Der Lockdown wird bis zum 7. März verlängert und der bisherige Inzidenzwert von 50 Fällen auf 100.000 Einwohner wird auf 35 abgesenkt und als neuer geltender Wert für Lockerungen genommen, die erst bei dessen Erreichung folgen könnten. Lediglich den Friseuren werden eine Öffnung ihrer Salons und das Empfangen von Kunden mit Termin und bei strengen Hygienemaßnahmen sowie dem Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes erlaubt. Während die Fortsetzung des Shutdowns viele sowohl aus persönlicher als auch beruflicher Sicht an die Grenzen ihrer Belastbarkeit bringt, kann nur aufatmen, wer das Geschäft mit den Haaren betreibt, sowie Kunden, die schon längst auf ein Make-over ihres Schopfes hin fieberten. Aber nicht jeder ist über die Entscheidungen von Angela Merkel und den Ministerpräsidenten glücklich und so werden schon am Morgen nach Verkündung des Beschlusses Stimmen laut, bei denen wir fürchten könnten, dass die Öffnung der Friseure wieder zurückgezogen wird…

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Ist die Öffnung der Friseure jetzt in Gefahr?

Für den FDP-Partei-und Fraktionschef Christian Lindner ist die erste Lockerung, die die Öffnung von Friseursalons zum 1. März beinhaltet, nämlich nur wenig verständlich. Der Bundesregierung wirft er am Morgen vor: "Viele Menschen haben sich mehr erwartet als einen frischen Haarschnitt." Und auch sein Partei-Kollege Stephan Thomae kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen und sagte der WELT: "Man will der Bevölkerung ein Friedensangebot machen, damit jeder mal wieder seine Haare schneiden lassen kann. Aber so funktioniert die Gewährung von Grundrechten nicht." Für den FDP-Fraktionsvize müsse die Öffnung von Betrieben an sachliche Kriterien geknüpft werden. "Es gibt viele Geschäfte und Restaurants, die Schutzvorkehrungen getroffen haben: Die Betreiber haben Lüftungsanlagen eingebaut, ihr Personal geschult oder Desinfektionstische bereitgestellt. Sie weiter geschlossen zu halten ist unsystematisch", äußerte er sich gegenüber der WELT. Die Kritik an der Vorgehensweise der Bundesregierung braucht uns allerdings keine Angst zu machen, dass die Öffnung der Friseure zurückgenommen wird, da dem Bundestag erneut nur die bereits beschlossenen Ergebnisse nach der Bund-Länder-Schalte präsentiert wurden.

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