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Lockdown-Lockerungen: Diese eine Sache entscheidet alles

Von Julika am Mittwoch, 3. März 2021 um 10:40 Uhr

Nach Monaten des Lockdowns scheinen viele in der deutschen Bevölkerung mittlerweile an endgültigen Lockerungen zu zweifeln. Wie wir diese jedoch tatsächlich erreichen könnten und was dafür ausschlaggebend ist, liest du jetzt.

Erst werden Lockerungen angekündigt, dann wieder infrage gestellt: Ein Großteil der deutschen Bevölkerung zeigt allmählich Lockdown-Ermüdungserscheinungen und sehnt sich in der Pandemie zurück zur Normalität. Trotz stagnierender Infektionszahlen und sich immer weiter verbreitenden Corona-Mutationen stehen Bund und Länder also schon alleine gesellschaftlich unter Lockerungsdruck. Da kommen wir natürlich nicht umhin, uns zu fragen: Wie schaffen wir es, die Inzidenzen zu senken und endlich im Kollektiv eine echte Wende zu bewirken? Nun haben sich Wissenschaftler aus der Epidemiologie, Informationstechnologie und Wirtschaftsforschung zu diesem Thema geäußert und herausgefunden, welche eine Sache tatsächlich über unsere Lockdown-Zukunft entscheiden könnte. Ihnen zufolge liegen alle Hoffnungen auf einen sicheren Freigang auf dem breiten Einsatz von Schnelltests. In welchem Umfang diese Lockerungen besiegeln könnten, haben wir jetzt für dich aufgeschlüsselt.

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Das entscheidet über langfristige Lockerungen 

Nach der Gewissheit, dass es nun Schnelltests für den privaten Gebrauch auch bald in den Drogerien zu kaufen geben wird, lässt die Vermutung offen, dass wir schon bald ans Ziel der Lockerungsbedingung kommen. Doch dafür müssten tatsächlich mindestens 8,5 Millionen Corona-Tests pro Tag durchgeführt werden. Kann diese Menge sowohl durch Materialien als auch Bereitschaft gewährleistet werden, sprechen sich Experten dafür aus, dass der Lockdown bald überflüssig sein wird und eine dritte Infektionswelle doch noch verhindert werden kann. Regelmäßige Schnell- und Selbsttests könnten somit eine Art digitaler Freifahrtsschein werden. Das Problem: Deutschland trödelt nicht nur bei der Beschaffung von Impfdosen, sondern auch beim Testen. Bislang schafften wir zu Spitzenzeiten 2020 gerade einmal zu 1,6 Millionen Tests pro Woche! Genau dieses Verhalten bemängelt auch der Präsident des Europäischen Instituts für Internationale Wirtschaftsbeziehungen der Universität Wuppertal, Paul Welfens. Er sieht beispielsweise in Dänemark den Erfolg des Massentestens. Um wirklich aus dem Lockdown zu kommen, müsste es daher neben den kostengünstigen Tests, auch, wie von der Regierung zugesichert, kostenlose geben. Wann Angela Merkel dieses Versprechen jedoch einlösen kann, ist noch fraglich.

©Getty Images

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