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Lockdown verlängert und verschärft: Sind diese Maßnahmen noch angemessen?

Von Jenny am Mittwoch, 20. Januar 2021 um 09:25 Uhr

Seit vergangenen Abend steht es fest: Angela Merkel und die Ministerpräsidenten haben den Lockdown verlängert und sogar verschärft. Wir fassen zusammen, was nun gilt.

Zunächst sollte der Lockdown bis zum 15. Januar dauern, schließlich verlängerte man ihn bis zum 21. Januar und nun ist seit vergangenem Dienstagabend bekannt, dass verschärfte Maßnahmen bis zum 14. Februar gelten – vorerst. Dabei wurde in der rund 8-stündigen Konferenz stark diskutiert, da gerade Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen der hoch ansteckenden Virusmutationen vorsorgen will. Deshalb bleiben weiterhin Gastronomie, Freizeiteinrichtungen und einige Teile des Einzelhandels geschlossen – ausgenommen natürlich Supermärkte. In der Konferenz des Vorabends wurden aber noch weitere Maßnahmen beschlossen, "um der Gefahr, die im mutierten Virus stecken, vorzubeugen", wie Angela Merkel sagte.

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Diese Maßnahmen gelten für den verschärften Lockdown

Im Grundsatz gilt der aktuelle Lockdown nun für weitere zwei Wochen des Februars. Zusätzlich zu den bisherigen Kontaktbeschränkungen, laut denen der eigene Haushalt sich nur mit einer weiteren Person treffen darf, wurde jedoch die Maskenpflicht verschärft. So sind medizinische Masken in Geschäften und Nahverkehr nun verpflichtend. Sogenannte OP-Masken oder solche des Standards KN95/N95 oder FFP2 müssen damit in diesen Räumen getragen werden und eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung reicht ab sofort nicht mehr aus. Um die Mobilität der Menschen und ihre Kontakte zu verringern, soll außerdem Homeoffice ermöglicht werden. Ein weitgehender Anspruch für Arbeitnehmer*innen wird hierzu folgen und bis zum 15. März gelten. Schulen und Kitas bleiben außerdem bis zum 14. Februar geschlossen oder die Präsenzpflicht wird ausgesetzt. Von einer allgemeinen und landesweiten Ausgangssperre ist allerdings nicht die Rede. Nur einzelne besonders betroffene Hotspots müssen mit solchen Beschränkungen rechnen. Und auch wenn insbesondere Ministerpräsident Söder ein positives Bild zeichnet und rückläufige Zahlen sowie das Anschlagen der Maßnahmen anspricht, sind die teils verschärften Einschränkungen wohl mehr als notwendig, um der schwer abschätzbaren Gefahr, die von Mutationen ausgeht, zu entgegnen. Dieser Überzeugung waren schließlich am vergangenen Montag auch die Experten, die die Bundesregierung berieten.

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