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Lockdown-Verschärfung: Merkel fordert harten Corona-Kurs

Von Jenny am Montag, 29. März 2021 um 09:27 Uhr

Am vergangenen Abend stellte sich die Bundeskanzlerin Angela Merkel im ARD den Fragen von Anne Will und deutete dabei angesichts der exponentiell steigenden Fallzahlen einen härteren Corona-Kurs an.

Deutschland befindet sich bereits im sechsten Monat des Lockdowns – in der Hoffnung, die Corona-Fallzahlen abzusenken und die Pandemie einzudämmen. Besonders infektiöse Virus-Mutationen, die einen noch schwereren und tödlicheren Krankheitsverlauf nehmen können, sowie eine stockende Impfkampagne führen exponentiell wachsende Fallzahlen herbei und einen bundesweiten Inzidenzwert, der immer schneller zunimmt. In dieser Krisenzeit stellte sich die Bundeskanzlerin Angela Merkel am vergangenen Sonntagabend den Fragen von Anne Will im ARD. Dabei erklärte die CDU-Politikerin, dass sich dem zunehmenden Infektionsgeschehen, welches in einigen Bundesländern trotz beschlossener Notbremse mit weiteren Öffnungsschritten begleitet wird, nicht tatenlos zusehe und härteren Corona-Maßnahmen folgen müssten.

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"Es wird dazu kommen, dass wir das Richtige tun. Dafür stehe ich ein", versprach die Bundeskanzlerin gegenüber Talkshow-Moderatorin Anne Will. Sie werde "nicht zuschauen, dass wir 100.000 Infizierte haben". Anstelle von weitreichenden Öffnungen fordert Merkel deshalb von den Ministerpräsidenten der Länder, denen sie eine "Neigung" bescheinigte "immer das Positive anzunehmen", die Einhaltung der beschlossenen Corona-Beschränkungen, die laut des Stufenplanes ab bestimmten Inzidenzen vorgesehen sind. "Für mich sind zum Beispiel weitere Kontaktbeschränkungen, Ausgangsbeschränkungen ganz wichtige Mittel, um jetzt das exponentielle Wachstum zu stoppen", erklärte die Kanzlerin, welches Vorgehen sie aktuell für notwendig hält und greift damit einen Vorschlag auf, für den insbesondere SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach in den vergangenen Wochen immer wieder plädierte. Öffnungsstrategien, welche insbesondere das Saarland innerhalb eines Modell-Projektes im Anschluss an Ostern plant, erteilte sie angesichts der steigenden Fallzahlen eine Absage. Um Beschlüsse besser umsetzen zu können, sprach Merkel außerdem davon, "das Infektionsschutzgesetz noch mal anzupacken und ganz spezifisch zu sagen, was muss in welchem Fall geschehen". Denn aufgrund des Föderalismus bleibt die Macht über die Umsetzung beschlossener Maßnahmen beim Corona-Gipfel derzeit noch in der Hand der Länderchefs. Über weitere Entwicklungen haten wir euch auf dem Laufenden!

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