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Lockdown-Verschärfung: Schließung der Friseure unvermeidlich?!

Von Jenny am Montag, 22. März 2021 um 10:40 Uhr

Das Infektionsgeschehen in Deutschland nimmt weiterhin stark zu, sodass sogar wieder die Schließung der Friseure drohen könnte...

Anfang März durften wir uns über erste Öffnungen freuen und endlich dem Friseur unseres Vertrauens nach rund 11 geschlossenen Wochen seines Salons wieder einen Besuch abstatten. Seither wurde nicht nur über weitere Öffnungsschritte gesprochen, sondern vor allem ein erneutes Fortführen des bisherigen Lockdowns sowie auch dessen Verschärfung ins Auge gefasst. Welche Maßnahmen auf uns zukommen, um die rasant ansteigenden Infektionszahlen, die unter anderem auf die britische Mutante B.1.1.7. zurückzuführen sind, wieder unter Kontrolle zu bringen, wird am heutigen Corona-Gipfel beschlossen. Dass ein verlängerter und verschärfter Lockdown das Ergebnis sein könnte, geht bislang aus einem Beschlussentwurf von Sonntagnachmittag hervor, der dem Online Magazin Business Insider vorliegt. Aber bedeuten die weiteren Beschränkungen auch die erneute Schließung der Friseure?

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Müssen Friseure wegen der Lockdown-Verschärfung schließen?

Laut des Beschlussentwurfes des Kanzleramtes, aus dem der Business Insider zitiert, sind es "ein starkes Infektionsgeschehen und eine exponentielle Dynamik", welche die Regierung nun zu neuen und härteren Maßnahmen zwingen. Und auch Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht angesichts der Fallzahlen keinen anderen Ausweg. Im Interview mit der "Welt" sagte er am vergangenen Sonntag: "Wir brauchen eigentlichen einen härteren Lockdown, als wir in bis Anfang März hatten – und zwar jetzt bis Mitte April." Das könnte bedeuten, dass auch sämtliche bisherigen Öffnungsschritte wie der mögliche Friseurbesuch sowie Einkäufe in Blumen- und Bücherläden wieder zurückgenommen werden könnten. Die diskutierte Ausgangssperre hält der Professor für sinnvoll: "Alle Länder, die die Mutation B.1.1.7 in den Griff bekommen haben, brauchten dazu einen härteren Lockdown, als wir ihn derzeit haben. Niemand kam dabei ohne Ausgangssperren aus." Allerdings gibt der SPD-Politiker auch eine Perspektive und erklärte: "Ideal wäre ein kurzer, harter Lockdown für drei bis vier Wochen, bis das Testen in Schulen und Betrieben richtig steht." Derzeit scheint es, als würde die Empfehlung von Lauterbach nach dem Corona-Gipfel auch offiziell verkündet werden. Ob dann aber auch der Besuch beim Friseur, den Ministerpräsidenten Söder mit Hygiene und der Würde eines Menschen begründete, wieder unmöglich ist, bleibt abzuwarten.

© Getty Images

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