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Madonna & Pussy Riot treten gemeinsam auf

Von Arzu am Freitag, 7. Februar 2014 um 13:50 Uhr
Zwei Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi traf die Pop-Queen auf die Protest-Gruppe Pussy Riot.

Sechs Wochen nach ihrer Freilassung nutzen die Pussy-Riot Aktivistinnen Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Alechina die Gunst der Stunde und traten auf einem von Amnesty International organisierten Konzert in New York auf. Mit dabei: keine Geringere als Pop-Queen Madonna. Die Sängerin hatte sich während der Zeit der Gefangenschaft für die Aktivistinnen eingesetzt und dafür mitunter Morddrohungen erhalten. Nun standen sie gemeinsam auf der Bühne, um kurz vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi auf die Zustände in Russland aufmerksam zu machen.

Sie fordern ein freies Russland

Begrüßt wurden sie von der 55-Jährigen mit einem „Hell motherfucking Yeah!". Unter dem Jubel der Menschenmenge prangerten die beiden jungen Frauen die Menschenrechtssituation in Russland an: „Wir sind natürlich stark geprägt durch unsere eigene Zeit in der Haft und können nicht mit ansehen, was in russischen Gefängnissen passiert." sagen die beiden. „Schaut euch Russland genau an. Guckt hinter die Bilder der olympischen Gebäude. Sie haben mit Russland nichts zu tun."

Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Alechina wollen nun während ihres Aufenthalts in den USA mit verschiedenen NGOs sprechen und Gefängnisse besuchen, um einen Vergleich zu ihrer Gefangenschaft ziehen zu können. Das Ergebnis kann sich jeder bereits denken. 

Es hagelt Kritik am Auftritt

Doch es gab nicht nur positive Resonanz zu dem Auftritt. Die anderen Mitglieder der Band kritisierten die beiden, weil der Verkauf von Konzertkarten im krassen Widerspruch zu den Prinzipien von Pussy Riot stünde. „Wir nehmen nie Geld für unsere Performances“, sagen die übrigen Mitglieder. Pussy Riot würde nur illegal und an ungewöhnlichen Orten auftreten, zudem seien Tolokonnikowa und Alechina nicht mehr Mitglieder des Zusammenschlusses, was fälschlicherweise immer noch angenommen würde.

So oder so, mit ihren Aktionen treffen die Frauen den Nerv der Zeit. Kurz vor Beginn der Winterspiele ist die Kritik an Russland und Sotschi groß...

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