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Madonna und andere Stars protestieren gegen Pussy Riot Urteil

Von GRAZIA am Montag, 20. August 2012 um 10:38 Uhr

Kurz nach der Urteilsverkündung im Pussy Riot Prozess richtete sich Madonna mit einem Appell an andere Stars: "Ich rufe alle Künstler dieser Welt auf, gegen diese Verhöhnung der Gerechtigkeit zu protestieren", so die Popikone. Und diese ließen mit ihrem Statement nicht lange auf sich warten…

Schon bei ihrem Konzert am 07. August in Moskau sorgte Madonna für einen Eklat: Kurz vor der Veruteilung der drei Musikerinnen der russischen Punkband Pussy Riot forderte sie die Freilassung von Maria Aljochina, Nadeschda Tolokonnikowa und Jekaterina Samuzewitsch.

Madonna nutzte ihre Auftritte während ihrer Russland-Tour, um sich für ihre Kolleginnen stark zu machen. Doch auch jetzt, kurz nachdem das Urteil gefällt wurde, lässt die Queen of Pop nicht locker und ruft ihre Kollegen auf der ganzen Welt auf, weiter für die Freilassung der drei Frauen zu demonstrieren.

Mit Erfolg: Stars wie Anthony Kiedis, Bryan Adams, Paul McCartney, Mischa Barton und viele mehr zeigen sich über die zweijährige Haftstrafe in einem Straflager entsetzt. Doch auch schon vorher machten viele Prominente mobil.

Madonna: "Ich protestiere gegen das Urteil und das Strafmaß von zwei Jahren Straflager für Pussy Riot - für eine 40-Sekunden-Performance, in der sie ihre politischen Ansichten klarstellten. Auch wenn man mit dem Ort und dem Weg, wie sie sich Gehör verschafften, nicht einverstanden ist, die Strafe ist zu hoch und unmenschlich... Ich rufe alle Künstler dieser Welt auf, gegen diese Verhöhnung der Gerechtigkeit zu protestieren. Sie haben genug Zeit im Gefängnis verbracht. Ich rufe alle Russen dazu auf, 'Pussy Riot' frei zu lassen."

Anthony Kiedis: "Nadya, Katya and Masha, wir lieben und unterstützen euch. Wir werden euch helfen und denken die ganze Zeit an euch. Wir bewundern euren Mut und wir beten für eure Freilassung. Wir werden so vielen Menschen wie möglich von eurem Fall erzählen, damit er nicht in Vergessenheit gerät."

Mischa Barton: "Unfassbar, ich kann nicht glauben, dass sie Pussy Riot zwei Jahre ins Straflager schicken. Als jemand, der in Moskau gelebt und in einem Gefängnis dort gedreht hat, geht mein tiefstes Mitgefühl an die Frauen."

Kate Walsh: "Was für eine riesen Enttäuschung von Russland! Pussy Riot ins Gefängnis zu schicken?! Schämt euch!"

Paul McCartney: "Ich und viele andere, die an die freie Meinungsäußerung glauben, werden alles in unserer Macht stehende tun, um euch und die Idee an die künsterlische Freiheit zu unterstützen."

Bryan Adams: "Unglaublich das Urteil gegen Pussy Riot! Die russischen Sängerinnen kommen ins Gefängnis, nur, weil sie ihre Meinung geäußert haben? EinfachSchockierend!"

Sting: "Es schreit zum Himmel, dass den Musikerinnen eine Gefängnisstrafe droht. Zu jeder Demokratie gehöre auch Protest. Augenmaß und Humor sind Zeichen der Stärke, nicht der Schwäche."

Doch trotz der weltweiten Solidarität müssen zwei der Musikerinnen nun auch noch um ihre kleinen Kinder fürchten! Nadeschda Tolokonnikowas wurde gedroht, dass ihr ihre vierjährige Tochter Gera weggenommen werde. Auch Maria Aljochinas könnte bald das Sorgerecht für den fünfjährigen Filipp entzogen werden.

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