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Marc Jacobs CEO Robert Duffy angeklagt

Von GRAZIA am Freitag, 1. April 2011 um 12:21 Uhr

Ein ehemaliger Angestellter von Mark Jacobs erhebt schwere Vorwürfe gegen den CEO Robert Duffy. Patrice Lataillade behauptet, Duffy habe eine Mitarbeiterin zum Poledancing gezwungen und seine Angestellten aufgefordert, sich pornografische Bilder anzusehen, auf denen auch nackte Kollegen zu sehen waren.

Erst vor kurzem haben wir darüber berichtet, dass ein Praktikant Robert Duffy über den Twitter-Account von Marc Jacobs als Tyrann bezeichnet hat. Was anfangs als ein frecher Praktikantenstreich belächelt wurde, nimmt jetzt immer erschreckender Ausmaße an. Denn der ehemalige Geschäftsführer von Marc Jacobs, Patrice Lataillade, hat den Marc Jacobs-Chef jetzt angezeigt.

Und die Anklage, die bei Manhattans oberstem Gerichtshof eingegangen ist, hat es in sich: Robert Duffy soll in der Modefirma ein "arbeitsfeindliches und diskriminierendes" Umfeld geschaffen haben. Angeblich hat er eine Shop-Mitarbeiterin dazu gezwungen, für ihn einen Poledance hinzulegen und sie zu anderen "erniedrigenden Tätigkeiten" aufgefordert haben.

Zudem soll er: "Schwulenpornografie in dem Büro gezeigt und seine Angestellten dazu genötigt haben, sich diese anzusehen". In einem Sex-Buch, das er angeblich selbst produziert hat, waren "Fotos von nackten Mark Jacobs-Angestellten in sexuellen Positionen" zu sehen. Beinahe harmlos klingt da die Anschuldigung, dass Duffy "Firmenkapital für persönliche Ausgaben benutzte". Als Patrice Lataillade damit drohte, die Missstände aufzudecken, verlor er angeblich seinen Job. Laut der "New York Post" war er seit 2002 in dem Unternehmen und verdiente 700.000 Euro im Jahr. Ein Sprecher der Modefirma LVMH bezeichnet alle Vorwürfe als "falsch".

Ob an den Vorwürfen etwas dran ist oder nicht, wird sich hoffentlich schon bald herausstellen. Fakt ist: Das alles klingt so ähnlich, wie die Anschuldigungen, die gegen den American Apparel Chef Dov Charney erhoben werden. Und sollte sich nur ein kleiner Teil davon bewahrheiten, ist es spannend zu wissen, was sich sonst noch so hinter den verschlossenen Türen der Designer abspielt ...