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Models ersetzen Celebrities in Anzeigen

Von GRAZIA am Donnerstag, 29. April 2010 um 11:34 Uhr

Chanel, Dior, Fendi und Co setzen in ihren Anzeigen auf Models statt auf Celebrities.

Der Satz "Schuster, bleib bei deinem Leisten" hat im dritten Millenium keinen Platz mehr.

Wir haben uns damit abgefunden, dass Actionhelden Präsident werden können.

Auch dass Socialites, die noch nie in ihrem Leben gearbeitet haben, zu CEOs erkoren werden, nehmen wir zähneknirschend zur Kenntnis.

Wir haben mit angesehen, wie eine Schauspielerin, die einen Designer auf der Leinwand nicht mal glaubwürdig mimen könnte, die neue Kollektion eines großen Modehauses präsentierte.

Und wir haben in dem Restaurant einer Sängerin diniert, deren Kochkünste sich auf das rechtzeitige Ausschalten der Mikrowelle beschränken.

Solange Kate Moss nicht zur neuen Drogendezernats-Beauftragten ernannt wird, kann uns der Job-Tourismus nicht mehr schocken.

Dachten wir zumindest.

Denn der neueste Trends in Sachen Anzeigenkampagnen hat uns dann doch überrascht: Alle Major Labels (mit Ausnahme von Dolce & Gabbana) buchten für ihre Herbst/Winter-Anzeigen - jetzt kommt's - MODELS!

Balenciaga ersetzt Jennifer Connelly durch eine ganze Brigade an Topmodels, darunter Stella Tennant und Karen Elson. Yves Saint Laurent verpflichtete Top-Model Daria Werbowy. Gucci schickt Laufsteg-Queen Raquel Zimmermann ins Rennen und Chanel liebt Freja Beha Erichsen und Abbey Lee.

Louis Vuitton, Fendi, Dior, Cavalli: Sie alle verzichten seit neuestem auf Promis und lassen lieber Profis ihre neuen Kollektionen präsentieren.

"Models haben den richtigen Look und Klasse", erklärt Karl Lagerfeld den Trend zum Haus-Model. "Es war Zeit für einen Wechsel", so der Chanel Boss weiter.

Heißt das etwa, dass Models uns in Zukunft mit ihren Sangeskünsten verschonen und Schauspielerinnen wieder Filme promoten anstelle von selbst designten Gartenzwergen?

Es wäre der Beginn einer neuen Ära ...