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Nach AstraZeneca-Debakel: Johnson & Johnson-Impfstoff unbrauchbar

Von Jenny am Donnerstag, 1. April 2021 um 10:42 Uhr

Wie die "New York Times" berichtete, sollen Millionen hergestellter Impfstoffdosen von Johnson & Johnson in den USA unbrauchbar sein. Der Grund: menschliches Versagen!

Weltweit werden derzeit Corona-Impfstoffe, die eine Immunität der Bevölkerung bewirken sollen, erwartet. Dabei sind es verschiedene Unternehmen, die wirksame Mittel in kürzester Zeit entwickeln konnten. Nach dem Debakel rund um das Vakzin von AstraZeneca, welches kurzzeitig ausgesetzt werden musste und schließlich in Folge einer 180-Grad-Wende in der Regel nur noch für Personen über 60 Jahre eingesetzt wird, folgt jetzt der nächste Schock. Wie die "New York Times" titelte, sollen rund 15 Millionen Dosen des Herstellers Johnson & Johnson in den USA unbrauchbar sein. Das Unternehmen selbst machte zu der Menge keine Angaben. Bis Ende Mai hatte man der US-Regierung allerdings 100 Millionen Impfstoff-Dosen zugesichert.

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Johnson & Johnson-Impfstoff unbrauchbar: Die Gründe des Ausfalls

Der Impfstoff von Johnson & Johnson wird mit großer Hoffnung erwartet. Denn bereits nach einer einzigen Spritze soll das Vakzin bereits seine volle Wirkung entfalten. Die Nachricht von einer großen Charge, die aufgrund eines Fehlers, welchen Bundesbeamte auf menschliches Versagen zurückführen, nicht den Qualitätsstandards entspricht, ist gerade deshalb in einer Pandemie, die sich immer weiter zuspitzt, besonders ernüchternd. Die Ursache des Desasters: Der "New York Times" zufolge sollen Arbeiter im Werk in Baltimore, in dem sowohl das Mittel von Johnson & Johnson als auch AstraZeneca hergestellt werden, Inhaltsstoffe der Vakzine versehentlich verwechselt habe. Nach Angaben des Unternehmens, welches das Werk betreibt, war die Produktionsstätte von der FDA bislang noch nicht zugelassen worden, um Impfstoff herzustellen. Johnson & Johnson garantierte trotz des Ausfalls eine weitere Lieferung von 24 Millionen zusätzlicher Dosen im April und betonte: "Qualität und Sicherheit sind weiterhin unsere oberste Priorität." Die bisherigen Lieferziele sollen außerdem eingehalten werden. Die EU-Kommission hatte 200 Millionen Dosen bestellt. 

© Getty Images

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