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Nach Nazi-Skandal: Regisseur Lars von Trier aus Cannes verwiesen

Von GRAZIA am Donnerstag, 19. Mai 2011 um 18:46 Uhr

Cannes ist um einen riesen Skandal reicher: Während der Pressekonferenz zu Kirsten Dunsts Film, „Melancholia“, äußerte sich der Regisseur, Lars von Trier, rassistisch und sagte, er sympathisiere mit Hitler! Daraufhin wurde er auf Lebzeiten vom Filmfestival verwiesen.

Eigentlich dient eine Pressekonferenz der Werbung für einen Film. Doch in diesem Fall stand weniger der Film im Vordergrund, als die Äußerungen des Regisseurs Lars von Trier. Denn dieser lobte die Zeit des Nationalsozialismus und Hitler:

„Ich wollte wirklich ein Jude sein, aber dann fand ich heraus, dass ich ein Nazi bin, weil meine Familie deutsch ist. Und das hat mir auch Freude bereitet. Was soll ich sagen? Ich verstehe Hitler sogar, aber ich denke, dass er einiges falsch gemacht hat. Man würde ihn nicht unbedingt als guten Menschen bezeichnen, aber ich verstehe viel und sympathisiere auch in gewisser Weise mit ihm. Ich unterstütze die Juden, naja, nicht zu sehr, weil Israel wirklich nervt. Oha, wie komme ich denn aus dieser Nummer jetzt blos wieder raus? Ok, ich bin ein Nazi.“

Schockiert sah ihn die geladene Presse an und auch Kirsten Dunst verlor ihr Gesicht bei den Worten des aus Deutschland stammenden Dänen.

Trotz allem: Sein Film bleibt im Rennen um einen der begehrten Preise. Er selbst wurde allerdings auf Lebzeiten des Festivals verwiesen.

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