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Naomi Watts: Panik vor Arztbesuchen

Von Stephanie am Samstag, 4. Oktober 2014 um 12:00 Uhr

Kaum eine Diagnose fürchten Frauen so sehr wie Brustkrebs. Die Oscarpreisträgerin engagiert sich im Kampf gegen die tückische Krankheit und verrät im Interview, warum sie Angelina Jolie so bewundert.

Als wir Naomie Watts (45) um 10:03 Uhr Westküstenzeit am Telefon erwischen, erleben wir eine freundliche und plauderfreudige Schauspielerin. Stress? Keine Spur! Dabei jettet Naomi ständig zwischen Filmsets, Movie-Premieren und ihrem Haus in Los Angeles hin und her und muss „nebenbei“ ja auch noch ihre beiden Jungs Sasha (7) und Samy (5) managen.

 

Und zusätzlich zu all dem engagiert die 45-Jährige sich jetzt für die Tommy-Hilfiger-Kampagne zugunsten der Organisation Breast Health International (BHI); gerade posierte sie in ihrem Haus in L.A. als Kampagnen-Face für den Starfotografen Patrick Demarchelier. „Die Aktion gibt es ja schon seit einigen Jahren, und ich fand es immer wichtig, die Menschen auf Brustkrebs hinzuweisen“, erklärt Naomi im Gespräch mit GRAZIA.

 

Klar, dass sie sofort zusagte, als der Designer sie um Unterstützung bat. „Gott sei Dank ist die Krankheit bislang in meiner Familie und meinem Freundeskreis noch nicht aufgetreten. Doch ich kriege jedes Mal Panik, wenn ich im Wartezimmer bei meinem Frauenarzt sitze und auf die Ergebnisse warte.“ Als ihre Kollegin Angelina Jolie sich vergangenes Jahr aus Angst vor Brustkrebs (ihre Mutter und Tante starben an der Krankheit) vorsorglich die Brüste amputieren ließ, hat die Nachricht Naomi – wie Millionen andere Frauen auf der ganzen Welt – sehr bewegt. „Ich kann mir vorstellen, dass es eine schwierige Entscheidung gewesen sein muss. Sie konnte bestimmt an nichts anderes denken als an diese furchtbare Krankheit. Ich finde es so mutig von ihr. Als Gesicht der Hilfiger-Bag kann ich nun hoffentlich auch für ein wenig Aufmerksamkeit sorgen.“

 

Denn regelmäßige Kontrolle ist eine wichtige Waffe im Kampf gegen Krebs. Die dunkelblaue Ledertasche (der Verkauf startet am 1. Oktober) wird 299 Euro kosten, davon fließen 100 Euro direkt an BHI. Die It-Bag hilft aber nicht nur, sie ist auch stylish – und praktisch. „Das Beste daran ist die Größe“, sagt Naomi. „Ich bin eine richtige Sammlerin und muss immer alles Wichtige dabeihaben, ganz klar bei zwei Kindern.“ Beruhigend, zu wissen, dass auch ein Star nicht immer den Überblick über all den eingetüteten Krimskrams behält. „Es kann passieren, dass ich in meiner Tasche wühle und plötzlich einen zwei Wochen alten Lolli am Finger kleben habe.“

 

Ihre erste Edel-Bag bekam sie mit Mitte 20 – eine Louis Vuitton. „Als Schauspielerin habe ich das große Glück, mir manchmal Taschen aussuchen zu dürfen. Da fühle ich mich dann wie im Candy-Shop für Fashion-Fans“, bekennt sie. „Allerdings brauche ich nicht ständig eine neue Bag in meinem Schrank – außer, ich kann damit etwas Gutes tun.“

 

Text: Stephanie Morcinek