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Oscars 2010

Von GRAZIA am Montag, 8. März 2010 um 08:53 Uhr

Es ist geschafft! Die 82. Oscar-Verleihung im legendären Kodak Theatre ist vorüber und die überglücklichen Gewinner des begehrtesten Filmpreises der Welt strahlen um die Wette. Darunter Größen wie Jeff Bridges, Sandra Bullock und der Österreicher Christoph Waltz.

Er kam, sah und siegte: Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz, der bereits im Vorfeld als Favorit galt, ist mit einem Academy Award ausgezeichnet worden. Für seine herausragenden Leistungen in Quentin Tarentinos Film "Inglourious Basterds" gewann der 53-Jährige seinen ersten Oscar in der Kategorie "Bester Darsteller in einer Nebenrolle". In dem Kinoerfolg versetzte er sich in die Figur des zynischen SS-Standartenführers Hans Landa.

Für diese beeindruckende Schauspielperformance hatte Waltz zuvor unter anderen den Golden Globe Award sowie den Screen Actors Guild Award gewonnen. Nun also auch ein Oscar! In seiner Dankesrede zeigte sich der Schauspieler sichtlich gerührt. Tarentino ermöglichte ihm einen "Zutritt zu einem anderen Kontinent" und Waltz nannte seine Auszeichnung einen "Über-Bingo".

In die Riege der "Besten Nebendarstellerinnen" darf sich nun auch die afroamerikanische Schauspielerin Mo'Nique einreihen. Sie überzeugte in dem ergreifenden Drama "Precious", in dem sie eine gewalttätige Mutter mimte. "Ich danke der Academy, dass sie gezeigt hat, dass es bei dieser Auszeichnung um die Performance gehen kann, nicht um Politik", so die 42-Jährige in ihrer emotionalen Dankesrede.

Der Award für den "Besten Hauptdarsteller" ging an Jeff Bridges. Der 60-Jährige konnte Konkurrenten wie George Clooney und Morgan Freeman ausstechen. Nach seiner ersten Oscar-Nominierung 1971 konnte Bridges nach fast 40 Jahren sein Können unter Beweis stellen. In der Rolle eines Country-Sängers in dem Film "Crazy Heart" überzeugte er die Oscar-Jury. Den Preis für die "Beste Hauptdarstellerin" erhielt Hollywood-Liebling Sandra Bullock für ihre Darstellung einer Mutter im Sozialdrama "The Blind Side".

Die deutschsprachige Hoffnung "Das weiße Band" ging leider leer aus. Das Werk des österreichischen Produzenten Michael Haneke konnte in der Kategorie "Bester fremdsprachige Film" nicht überzeugen. Der argentinische Beitrag "El Secreto de Sus Ojos" setzte sich gegen das Schwarz-Weiß-Drama durch.

Für die Überraschung des Abends sorgte keine Geringere als Regisseurin Kathryn Bigelow. In dem Duell "Cameron gegen Bigelow" trat sie als eindeutige Siegerin hervor. Der 3D-Kassenschlager "Avatar" galt mit neun Nominierungen als unschlagbar, dennoch konnte Kathryn Bigelow ihren Ex-Ehemann James Cameron in die Schranken weisen.

Als erste Frau in der Filmgeschichte gewann sie für ihre Independent-Produktion "The Hurt Locker" den Regie-Award. Insgesamt konnte sich Bigelows Film-Crew über 6 Oscars freuen, Cameron erhielt für "Avatar" gerade mal enttäuschende zwei Academy Auszeichnungen.