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Palina Rojinski: „Mädels nehmt euch nicht alles so zu Herzen!"

Von Judith am Montag, 26. Oktober 2015 um 15:56 Uhr
Appell von Moderatorin Palina Rojinski: Sie ruft Frauen dazu auf, mehr auf sich zu achten. Wie das genau gehen soll und was sie selbst in ihrem Leben verändert hat? Hat sie uns alles im interview verraten.

Als wir Palina Rojinski am Telefon erwischen, fährt sie im Taxi durch Berlin – und beginnt das Gespräch gleich mit einem Anliegen. Man müsse, so sagt sie, dringend über eine Herzenssache reden. Nee, geht nicht um Männer und Liebe. Gemeint sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, speziell bei Frauen, die durch Stress begünstigt werden können. Davon seien viel mehr betroffen, als man denkt, so Rojinski. Zusammen mit der „Coca-Cola light“-Initiative „Hör auf dein Herz“, die aktuell mit dem Kosmetiklabel Uslu Airlines einen Lippenstift in Coca-Cola-Rot auf den Markt gebracht hat, möchte die 30-Jährige auf das Broken-Heart-Syndrom aufmerksam machen. Ob Sie ein Stresstyp sind, können Sie mit dem Stresstest herausfinden. 

 

Frau Rojinski, warum liegt Ihnen gerade dieses Thema so, tja, am Herzen?

Ich finde es einfach toll, dass sich „Coca-Cola light“ für so ein wichtiges Thema wie Frauenherzgesundheit einsetzt. Durch die Initiative weiß ich erst, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch bei Frauen hoch ist.

 

Haben Sie denn ihr Leben auch schon dementsprechend umgestellt, stress reduziert?

Ich gebe zu, es ist leider oft stressig, all die Jobs, Freunde und Familie unter einen Hut zu bekommen. Das Wichtigste ist, dass man den Spaß nicht verliert und auf sich aufpasst! Auch ein Abend auf der Couch mit Freundinnen ist lustig. Es muss nicht immer die lange Clubnacht sein. Seitdem ich die Initiative unterstütze, achte ich auf jeden Fall mehr auf meine Balance.

 

Ist Stress denn generell eher ein Frauenproblem?

Ich finde schon. Das liegt vor allem daran, dass wir Frauen uns alles immer gleich zu Herzen nehmen. Gerade Meinungen, die von außen kommen. Deshalb ist es ganz wichtig, gute Freunde und eine Familie zu haben, die ein offenes Ohr haben.

 

Das Coke-Motto ist „Du bist echt sexy, wenn du einfach du selbst bist“. Wann sind sie sexy?

Na, wenn ich einfach ich selbst bin. (lacht) Man darf sich da nicht zu viele Gedanken machen. Aber klar, hohe Schuhe sind sexy. Man muss nur selbstbewusst darin laufen können. Und rote Lippen sind sexy.

 

Männer zögern aber oft, Frauen mit Lippenstift zu Küssen.

Weil sie nicht auch einen roten Mund haben wollen. Sie haben wahrscheinlich Angst, dass sie danach aussehen wie ein Clown. Nur Mut, Männer!

 

Gibt es was an ihrem Style, das Männer nicht verstehen?

Einiges. Ich glaube, meinen ganzen Stil! (lacht) Ich probiere gerne alles aus. Von Frauen bekomme ich dann Komplimente wie etwa: Hey, wie cool! Find ich mutig, dass du das so kombinierst! Männer finden es meist dramatisch overstyled. Aber ich will mich da nicht verstellen. Bei „Got to Dance“ habe ich mir einmal Glitzersteine auf den Haarscheitel gesetzt. Der einheitliche Kommentar der Männer in der TV-Crew war dann: Können wir das so senden? Auf den Social-Media-Kanälen darf man Kommentare nicht angucken! Neulich hat einer geschrieben: „Zieh dir die Sch... mal aus!“

 

Wie würden sie ihren Style beschreiben?

Brigitte Bardot trifft auf Run DMC zusammen mit Veruschka. In Paris. Retro. Auf jeden Fall nicht zu ernst.

 

Rote Haare sind gerade voll im Trend. Aber als Kind wurden sie deshalb bestimmt auch mal gehänselt, oder?

Es ging. Es gab schon ein paar Sprüche. Aber meine Augenbrauen sind ja nicht rot. Mehr Sprüche hagelte es für meine Outfits.

 

Wann wurde Ihnen zuletzt richtig wehgetan?

Davor ist man ja in keinem Alter gefeit. Aber Liebeskummer ist gut und wichtig. Man wächst daran.

 

Und wann haben sie zuletzt auf ihr Herz gehört?

Das mache ich zum Glück ständig. Ich entscheide nie anders. Ich höre immer auf mein Bauchgefühl!

 

Zum Schluss die Masterfrage: Wen würden sie eher küssen: Ihren Kollegen Joko oder Klaas?

Echt keinen von beiden. Wir kennen uns schon so lange und arbeiten schon so lange zusammen. Allein die Vorstellung löst Entsetzen bei mir im Kopf aus! Für mich sind die beiden völlig asexuell. ■

 

Interview: Britta Kröpke