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Pariser Liebesschlösser werden für den guten Zweck versteigert

Von Gast (nicht überprüft) am Donnerstag, 15. Dezember 2016 um 11:55 Uhr

Es ist eine Tradition, die sich aus einem Urlaub mit dem Liebsten in Paris kaum noch wegdenken lässt. Jetzt sollen die Liebesschlösser, die die Pariser Brücken schmücken, versteigert werden. Der Gewinn aus der Versteigerung wird an einen guten Zweck gespendet. Die Schlösser werden also zu einem Akt der Nächstenliebe.

Die Liebesschlösser an den Brücken gehören zu Paris, wie die Münzen in den Trevi-Brunnen zu Rom. Im nächsten Jahr werden die Schlösser jedoch von den Brücken verschwinden und in Privatbesitz übergehen. Denn die Liebesschlösser werden versteigert und der Gewinn an Flüchtlingsorganisationen gespendet. Ein guter Grund, für den man ruhig auf die Liebessymbole verzichten kann – oder?

Die Schlösser sind eine Gefahr für die Architektur

So schön das Aufhängen der Schlösser auch sein mag (wir würden unseren Freund auch gerne dazu bewegen), sie sind tatsächlich eine architektonische Zumutung. Die Brücken leiden unter der zusätzlichen Last, deswegen wurden im Sommer 2015 bereits 1 Millionen Liebesschlösser entfernt, das entspricht einer Last von unglaublichen 65000 Kilo!

Die lange Tradition der Schlösser

Aber woher kommt eigentlich der Brauch, die Liebe mit einem Schloss auf Ewig zu besiegeln? Tatsächlich gibt es verschiedene Theorien dazu. Eine besagt, dass man schon im alten China welche aufhängte und den Schlüssel in den Fluss warf, um sicherzustellen, dass der Bund für immer hält. Eine andere Geschichte besagt, dass im zweiten Weltkrieg eine Frau an einem gebrochenen Herzen starb, weil ihr Liebhaber sein Herz an eine andere Frau verschenkte.

Die modernste Geschichte bezieht sich auf einen Jugendroman von 2006, der die Tradition der Schlösser bekannt gemacht haben soll. 2008 wurde der Brauch immer populärer, so dass die Brücken nach und nach mit ihnen behängt wurden.