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Angelina Jolie reagiert auf Donald Trumps Einreisestopp

Von Vera am Sonntag, 5. Februar 2017 um 08:09 Uhr

Schauspielerin und UN-Botschafterin Angelina Jolie hat auf das von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Staatsangehörige von sieben mehrheitlich muslimischen Ländern reagiert. In einem offenen Brief an die New York Times sprach sie sich dafür aus,  bei der Terror-Prävention auf Fakten, statt auf Ängste zu setzen.

„Flüchtlingspolitik sollte auf Tatsachen beruhen, nicht auf Angst“

Angelina Jolie, die ebenfalls Sondergesandte der Flüchtlingskommission der Vereinten Nationen ist, beginnt stellt zunächst die Geschichte Amerikas als Land der Einwanderer, als „einen Ort, der schwachen Menschen Schutz bietet“ heraus und fügt hinzu, dass Amerikaner Blut vergossen haben, „um die Idee zu verteidigen, dass Menschenrechte über Kultur, Geographie, Volkszugehörigkeit und Religion stehen.“ Das Einreiseverbot sei für sie zutiefst unamerikanisch und „die Entscheidung, die Umsiedlung von Flüchtlingen in die Vereinigten Staaten [...] auszusetzen, wurde genau aus diesem Grund mit Schock durch unsere Freunde auf der ganzen Welt aufgenommen.“
Die Schauspielerin sieht in ihrem Essay die Notwendigkeit, Amerikas Grenzen zu sichern, als „gerechtfertigt“ an, argumentiert aber, dass eine „amerikanische Antwort“ in dieser Frage auf Tatsachen basieren sollte, nicht auf Furcht. Sie schreibt weiter, dass sie als Mutter von sechs Kindern,  die im übrigen alle im Ausland geboren wurden und alle „stolze amerikanische Bürger“ seien, die Sicherheitsbedenken verstehe – aber dies sollte nicht auf Kosten schutzloser Flüchtlingskinder gehen. Amerika habe bereits eine der strengsten Grenzkontrollen in der Welt.

Angelina Jolie setzt sich für Flüchtlinge ein

Als Teil ihrer UNO-Rolle hat die Schauspielerin Zeit in Syrien verbracht, Flüchtlinge und Angriffsüberlebende des IS besucht und weiß, dass Flüchtlinge, die aus Krisengebieten ins Ausland fliehen am dringendsten Hilfe benötigen: „Überlebende von Folter, Frauen und Kinder die gefährdet sind oder die nicht ohne dringende, spezialisierte medizinische Hilfe überleben können.“
„Wir dürfen niemals zulassen, dass unsere Werte der Kollateralschaden einer Suche nach größerer Sicherheit werden“, schließt sie ihr Essay ab. „Unserer Tür zu Flüchtlingen zu verschließen oder Diskriminierung ist nicht unser Weg und macht uns nicht sicherer. Aus Angst zu handeln, ist nicht unser Weg. Die Schwächsten ins Visier zu nehmen zeigt keine Stärke.“