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Emma Watson ist sich sicher: Soziale Medien können jeden berühmt machen

Von Frederika am Dienstag, 25. April 2017 um 10:13 Uhr

Ihr neuer Film "The Circle" dreht sich um mediale Überwachung und die Chancen und Risiken sozialer Medien – jetzt spricht Emma Watson darüber, welchen Einfluss Twitter, Instagram und Co auf unser Leben haben…

Kontrolliert und überwacht zu werden und 24/7 Aufmerksamkeit zu bekommen, waren für lange Zeit Schwierigkeiten, mit denen sich Personen des öffentlichen Lebens auseinander setzen mussten, doch wenn es nach Emma Watson geht, dann werden diese Probleme dank sozialer Medien nun auch zum Teil unseres Alltags. In einem Interview auf Periscope diskutiert sie an der Seite ihrer "The Circle"-Co-Stars Tom Hanks, Paton Oswalt und Regisseur James Ponsoldt, wie Überwachung und Vernetzung zusammenhängen und welche Gefahren sie bergen – und das nicht nur in dem futuristischen Szenario des Filmes, sondern auch im Leben eines Teenage-Mädchens, das auf der Suche nach Bestätigung ist.

"The Circle": Technologische Zukunft, die Angst macht

In ihrem neuen Film spielt Emma Watson die junge Mae Holland, die einem Job bei dem Weltmarkt dominierenden Internet-Unternehmen "Circle" bekommt. Das Ziel der Firma ist es, sämtliche Aktivitäten ihrer User zu verknüpfen und in einer Online-Identität zu vereinen. Diese Technologie soll so weit fortschreiten, dass eine Welt der völligen Transparenz geschafft wird. Mae ist so fasziniert von ihrem neuen Arbeitscampus, dass sie sich langsam von der Außenwelt distanziert und ihr Job sich mit ihrem Leben vereint. Dadurch bemerkt sie erst spät, was passiert, als ein Kollege sie vor etwas warnen will und ihre Rolle im "Circle" immer mehr an die Öffentlichkeit gelangt. Was als alltägliche Story einer Berufsanfängerin beginnt, entwickelt sich so zu einem spannenden Film, der Fragen nach Vergangenheit und Zukunft, Privatsphäre, Demokratie und den Limits des menschlichen und technologischen Wissen stellt.

Passend zu einer so medial inspirierten Thematik wurde das Interview von Twitter CEO Jack Dorsey moderiert. Die Gruppe diskutierte über die vielen Einflüsse, die Netzwerke wie Instagram, Twitter und Co. auf unsere Gesellschaft haben können und wie eine niemals schlafende Online-Community und der ständige Zugriff auf private Daten anderer die Psyche angreifen. Unwohlsein und Anstrengung sind mit der ständigen Überwachung verbunden – das kriegen vor allem Prominente zu spüren. Doch in Emma Watsons Augen ist der Zwang, sich mit sozialen Medien auseinanderzusetzen inzwischen viel weiter verbreitet: "Eigentich ist es verrückt, aber ich glaube das Leute sich heute viel besser ins uns hineinversetzen können. Berühmtheit betrifft nicht mehr nur Prominente, sondern bis zu einem bestimmten Grad jeden, der soziale Medien benutzt und sich so selbst vermarktet und intime Details aus seinem Leben teilt. Man erhält Kommentare, Likes und Dislikes und erlebt so genau dasselbe, was ich erlebe."

Online-Berühmtheit: So gefährlich ist sie wirklich

Doch Emma bewertet diese Entwicklung nicht unbedingt als positiv: "Wenn man die ganze Zeit nur online ist, dann hat man irgendwann nichts mehr übrig. Dass man nicht die Möglichkeit hat, zu sagen "Ich brauche jetzt mal ein paar Tage, um Jogginghosen zu tragen, in der Nase zu popeln und Sachen zu machen, die ich sonst nicht machen würde" kann einen ernsthaft verrückt machen.“ Für die Schauspielerin ist es wichtig, eine klare Linie zwischen dem zu ziehen, was öffentlich und privat sein soll – als Mensch würde sie sonst zerstört werden.

Eigentlich überrascht es uns nicht, dass Emma Watson solch kluge Worte zu einem so schweren Thema findet, doch die Intensität der Filmes und der damit verbundenen Debatte schockiert uns zugegebenermaßen dann doch doch ein bisschen. Auf ihren neuen Film, der am 14. September 2017 in die Kinos kommt, sind wir deshalb umso gespannter…