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Nach Donald Trump: Time Magazin setzt ein Statement mit der neuen "Person des Jahres"

Von jenny am Donnerstag, 7. Dezember 2017 um 11:00 Uhr

Auch in diesem Jahr wählte das Time Magazin wieder die "Person des Jahres" und stellte damit eine revolutionäre Debatte in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

In den vergangenen Monaten, machte ein Thema immer wieder Schlagzeilen – das, der sexuellen Übergriffe in der Traumfabrik. Nachdem zunächst dem Filmproduzenten Harvey Weinstein sexuelle Belästigung von mehreren Frauen vorgeworfen wurde, darunter sogar Schauspielgrößen wie Gwyneth Paltrow, geriet Kevin Spacey unter Beschuss und wurde zuletzt sogar von den Dreharbeiten für die finale Staffel des Netflix-Hits "House of Cards" ausgeschlossen. Sogar "Gossip Girl"-Liebling Ed Westwick soll sich an einer Kollegin und weiteren Frauen vergriffen haben. Anlass genug für das Time Magazin für seine alljährliche Ehrung der "Person des Jahres" eine ganze Bewegung in den Fokus zu stellen. 😍

#MeToo: Diese Menschen werden als "Person des Jahres" geehrt 🏆

Wer in den vergangenen Wochen die Diskussionen im Netz verfolgte, dem ist bereits klar: Das US-amerikanische Magazin "Time" ehrt die #MeToo-Bewegung und damit die "Personen, die das Schweigen brachen". Die Aktion machte Millionen von Frauen Mut, öffentlich von ihren Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen zu berichten. Das aktuelle Cover des Magazins präsentierte deshalb die Schauspielerin Ashley Judd, Taylor Swift, Adama Iwu, Isabel Pascual und Software-Entwicklerin Susan Fowler, deren offene Worte sogar "Uber"-Chef Travis Kalanick seinen Job kosteten. Damit wurden fünf Frauen präsentiert, die sich im vergangenen Jahr gegen Missbrauch und Belästigung am Arbeitsplatz aussprachen. Die Sängerin Taylor hatte sogar gegen einen Radiomoderator geklagt, der sie unsittlich berührte. Um aber auch die Ladies zu würdigen, die sich in einer solchen Situation wiederfinden mussten, aber nicht über ein Sprachrohr verfügen oder sich aus Scham und Demütigung nicht äußern wollen, sitzt eine Frau am äußeren Rand des Bildes, sodass lediglich ihr rechter Arm abgebildet wird – sie steht symbolisch für all die Betroffenen. 👏🏼

Der Chefredakteur der Zeitschrift erklärte am vergangenen Mittwoch: "Die mitreißenden Handlungen der Frauen auf unserer Titelseite gemeinsam mit Hunderten anderen sowie vielen Männern haben eine der schnellsten Veränderungen in unserer Kultur seit den Sechzigerjahren freigesetzt." Wir finden die Entscheidung des Time Magazins großartig und das sehen nicht nur wir so, sondern auch unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel, die ihren Dank "für die weltweite Diskussion, die sie damit angestoßen haben", aussprach. Wir geben zu: Eine bessere Entscheidung als die denkwürdige Bewegung dem zweiplatzierten Donald Trump, der es im vergangenen Jahr auf den ersten Platz schaffte, vorzuziehen, hätte das Wochenblatt nicht treffen können. ❤️

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